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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Greifswald verbietet NPD-Aufmarsch am 1. Mai

Rechte diskreditieren Menschenwürde ausländischer Bürger auf strafbare Weise

Der Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Greifswald als Ordnungsbehörde hat die für den 1. Mai angemeldete Demonstration des NPD-Landesverbandes M-V verboten. Eine entsprechende Verfügung geht heute an den NPD-Landesverband. Zur Begründung heißt es, das Motto „Unsere Heimat – unsere Arbeit! Fremdarbeiterinvasion stoppen“ verstoße gegen die öffentliche Sicherheit. Im Zusammenhang mit dem Parteiprogramm und der Präsentation auf den Internetseiten der NPD werde die Menschenwürde ausländischer Bürger auf strafbare Weise diskreditiert und die Angst der Bevölkerung vor Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg auf Kosten ausländischer Mitmenschen geschürt.

Ungeachtet des Verbots wollen sich die Greifswalder Bürger mit einem großen Demonstrationszug, einem Fest und anderen vielfältigen Aktivitäten zu Demokratie und Menschlichkeit bekennen. Einzelheiten stellten die Arbeitsgruppen am Dienstag bei der 3. Vorbereitungsrunde im Rathaus vor. Geplant ist ein großer Demonstrationszug, der durch die gesamte Stadt bis hin zum Ostseeviertel führt. Treffpunkt ist 9.00 Uhr auf dem Historischen Marktplatz, wo die Teilnehmer von Oberbürgermeister Dr. Arthur König begrüßt werden.

Die Uni-Initiative „Uni ist bunt“ ruft alle Studenten und Mitarbeiter dazu auf, sich bereits 8.45 Uhr am Rubenowplatz zusammenzufinden, um sich dann in Richtung Marktplatz in Bewegung zu setzen. Um 11.00 Uhr ist eine Kundgebung in der Rigaer Straße auf der Fläche der ehemaligen Schulen neben dem Jugendzentrum „Cavern“ geplant. Dort wird im Anschluss auch das Demokratiefest stattfinden.

Musiker, Pritschenwagen und originelle Aufbauten gesucht!!

Um den Zug so bunt wie möglich zu gestalten, werden originell gestaltete Wagendekoraktionen und unterschiedlichste Musikgruppen wie Trommler oder Fanfarenzüge gesucht. Firmen sind aufgerufen, Pritschenwagen zur Verfügung zu stellen. Wer sich engagieren möchte, kann sich beim Sprecher des Bürgerbündnisses, Bernd Biedermann melden: Tel: 0177/2606655 oder per E-Mail: biebernd@web.de.
Auch Vereine und Initiativen, die sich beim Demokratiefest einbringen wollen, sind mit ihren Ideen herzlich willkommen. Diese wenden sich bitte an die Koordinatorin des Präventionsrates, Dr. Christine Dembski: E-Mail: praevention@greifswald.de.

Die WVG druckt Plakate mit dem Motto „Kein Ort für Neonazis in Greifswald“, die ab 18. April in 600 Hauseingängen der WVG-Häuser in Schönwalde I/II ausgehängt werden. Auch die Stadt lässt Plakate mit diesem Motto drucken. Diese können ab sofort im Foyer des Rathauses abgeholt werden (solange der Vorrat reicht).

Quelle: Universitäts- und Hansestadt Greifswald


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