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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Greifswald gibt weitere Kitas in freie Trägerschaft

Noch in diesem Jahr will die Universitäts- und Hansestadt Greifswald drei ihrer Kinderbetreuungseinrichtungen an freie Träger übertragen. Das Konzept dafür stellt das Amt für Jugend, Familie und Soziales ab heute in den Ausschüssen vor.

„Greifswald ist eine der wenigen kreisfreien Städte, die noch kommunale  Kinderbetreuungseinrichtungen betreibt“, betonte Ulf Dembski, Senator für Jugend und Bildung. „Das soll auch so bleiben, um weiter Einfluss auf die Qualität der Betreuung zu nehmen und die Jugendhilfeplanung zu gestalten. Doch tendenziell wollen wir für größere Vielfalt noch mehr freie Träger einbinden. Auf diese Weise können wir als Stadt weitere pädagogische Konzepte für die Kinderbetreuung anbieten.“

Das betrifft die Kita „Weg ins Leben“, die das Studentenwerk übernehmen möchte, die Kita „Friedrich Wolf“, die der Deutsche Kinderschutzbund in eigener Regie führen will, sowie die Kita „Samuil Marschak“, die an das Institut Lernen und Leben übergehen soll. „Wollte die Stadt die Kita `Marschak` behalten, müsste sie über kurz oder lang rund 800.000 Euro in die Sanierung investieren“, begründet Dirk Scheer, Amtsleiter für Jugend, Soziales und Familie die neue Trägerschaft. „Das können wir einfach nicht stemmen.“ Geplant ist, die alte Einrichtung abzureißen und einen modernen Ersatzneubau mit geringerer Kapazität im Stadtteil Groß Schönwalde zu errichten. Dies sollte der neue Träger übernehmen. Dadurch könnten die Elterngebühren und die Kosten der Wohnsitzgemeinde sinken, ist sich Dirk Scheer sicher.

Ähnlich sei die Situation bei der Kita „Weg ins Leben“. Auch hier müsste die Baracke aus den 50 Jahren von Grund auf saniert werden. Das werde nun das Studentenwerk übernehmen, mit dem die Stadt sei Jahren eng kooperiere. Damit werde zugleich der Intention des Studentenwerkes Rechnung getragen, gerade an dieser Stelle und in dieser Größe eine neue Einrichtung zu betreiben.

In der Innenstadt soll eine kleine neue Betreuungseinrichtung mit einem familienähnlichen Konzept für bis zu 26 Kinder entstehen. Diese Einrichtung soll durch den freien Träger „Engelsburg“, der sich derzeit gründet, in schon vorhandenen Räumlichkeiten betrieben werden. Insgesamt sollen die Betreuungskapazitäten in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald aber nicht erweitert werden. Auf die Weise will man den wirtschaftlichen Betrieb der Einrichtungen garantieren und Leerkapazitäten sowie steigende Elternbeiträge und kommunale Zuschüsse vermeiden.

Derzeit werden in Greifswald 3.373 Jungen und Mädchen in 15 kommunalen (1.890) und 17 Einrichtungen in freier Trägerschaft (1.483) betreut. Hinzu kommen rund 170 Kinder, für die 58 Tagesmütter sorgen. (Stand Dezember 2010)

Quelle: Universitäts- und Hansestadt Greifswald


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