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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Gespräch mit Fachverbänden zum aktuellen Geflügelpestfall in Brandenburg

Minister Backhaus mahnt zur Vorsicht
In einer Beratung im Ministerium wurden heute auch Vertreter der Fachverbände sowohl über den Sachstand als auch nochmals über einzuhaltende Biosicherheitsmaßnahmen unterrichtet. Auch wenn bislang keine weiteren Fälle von Geflügelpest in dem bis in den Landkreis Mecklenburg-Strelitz reichenden aktuellen Restriktionsgebiet aufgetreten sind, mahnt der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus heute nochmals zur Vorsicht.

„Ich habe die für Seuchenbekämpfung vor Ort zuständigen kommunalen Behörden gebeten, nochmals die Funktionsfähigkeit der Krisenzentren und die Vorbereitungsmaßnahmen auf einen möglichen Tierseuchenausbruch intensiv zu prüfen“, teilte der Minister mit, der sich über die schnelle Reaktion und das korrekte Vorgehen der Verantwortlichen im Landkreis Mecklenburg-Strelitz hoch erfreut zeigte. „Die Maßnahmen sind dort unaufgeregt und dennoch mit der erforderlichen Konsequenz eingeleitet worden.“

Im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LAALF) ist der Rufbereitschaftdienst mittlerweile wieder ausgeweitet worden. „Wir wollen sicherstellen, dass auch während der Feiertage alle Proben von Tieren, bei denen auch nur der Anfangsverdacht auf Vorhandensein auf Geflügelpest bestünde, unverzüglich untersucht werden können“, erläutert Dr. Backhaus. Zusätzlich würden Tierärztinnen und Tierärzte, die nicht im Laborbereich sondern in den Fachdiensten im LALLF tätig seien, so geschult, dass sie zur Unterstützung der Vorortbehörden eingesetzt werden können.

Das Landeskrisenzentrum im Ministerium ist einsatzbereit. Eine enge Zusammenarbeit mit den für den Katastrophenschutz zuständigen Behörden, insbesondere dem Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, dem Brand- und Katastrophenschutz sowie dem Lagezentrum im Innenministerium, sichert nicht nur die schnelle Weitergabe von Meldungen zu jeder Tages- und Nachtzeit, sondern auch die effektive Organisation der Bekämpfungsmaßnahmen.

„Neben der konsequenten Einhaltung von Vorbeugemaßnahmen ist es das Ziel der Tierseuchenbekämpfung in Mecklenburg-Vorpommern, Seuchenausbrüche schnell zu erkennen und den Primärherd schnellstmöglich zu beseitigen“, so Minister Dr. Backhaus. „Appellieren möchte ich aus aktuellem Anlass vor allem an die Geflügelhalter im Land. Beobachten Sie bitte Ihre Bestände genau und melden Sie Auffälligkeiten umgehend dem Amtstierarzt oder dem betreuenden Veterinärmediziner vor Ort! Nicht zu vergessen: Alle Tierhalter, die Ihrer Meldverpflichtung noch immer nicht nachgekommen sind, sollten dies umgehend vornehmen. Es ist zwingend erforderlich, dass die Behörden im Seuchenfall über einen vollständigen Überblick verfügen.“


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