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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Gen-Kartoffeln auf dem Acker

das Landwirtschaftsministerium hüllt sich in Schweigen
Auf Feldern von Mecklenburg-Vorpommern ist die vom BASF-Konzern mit Auflagen des Agrar- und Umweltministeriums angebaute Gen-Kartoffel Amflora frei zugänglich. Zu diesem skandalösen Zustand äußerte sich der umweltpolitische Sprecher der NPD-Fraktion, Raimund Borrmann: „Es ist nun das eingetroffen, wovor wir von der NPD bereits seit Monaten in unseren Anträgen und Reden im Landtag immer wieder warnten.“

Die NPD-Fraktion sei die einzige Partei im Schweriner Landtag, die sich konsequent gegen die sogenannte Grüne Gentechnik stelle. Alle bisher in das Plenum eingebrachten Anträge seien von den übrigen Landtagsfraktionen unter fadenscheinigen Gründen abgelehnt worden, nur um aus politischer Korrektheit keine sinnvollen Beschlüsse zu fassen, die ihren Ursprung bei den Nationalen haben.

Borrmann weiter: „Erneut zeigt sich: Die Agro-Gentechnik ist eine für alle Menschen im Lande äußerst bedrohliche Entwicklung und keine Alternative zur konventionellen bzw. biologischen Landwirtschaft. Die Langzeitwirkungen der genveränderten Saaten sind bis heute nicht von unabhängigen Instituten wissenschaftlich geklärt. Es gibt es zahlreiche Hinweise, daß schwere gesundheitliche Schäden bei Mensch und Tier eintreten können. Trotzdem hat sich die etablierte Politik vom Vorsorgeprinzip – erst Gefährdung klären, dann Anbau erlauben – verabschiedet. Indem sie die Freisetzungsversuche zuließ und die Kartoffeln jetzt frei zugänglich von jedermann gesammelt werden können, sind diese Gen-Knollen faktisch in den Verkehr gelangt.“

Die auf einem Acker im Müritzkreis gefundenen Gen-Kartoffeln können ungehindert von Wildtieren gefressen werden. Zusätzlich besteht die Gefahr, daß durch das sogenanntes Kartoffelstoppeln diese Kartoffel direkt in den Nahrungskreislauf des Menschen eindringt.

In Richtung des bisher tatenlosen Landwirtschaftsministers Backhaus äußerte sich Borrmann: „Das Schweigen von Backhaus zu diesem Thema offenbart einmal mehr, wie wenig kompetent der Minister für seinen Fachbereich ist. Er ist Teil eines Systems, das sich von den Pharmafirmen einwickeln läßt, in kritikloser Fortschrittgläubigkeit verharrt und den Anbau von Gen-Dreck in unserem Land zuläßt. Jetzt geht diese giftige Saat in den Nahrungskreislauf ein. Dieser Skandal ist nur die Spitze eines Eisberges an Unfähigkeit, der auch auf dem Gebiet der Fischerei, in Fragen der Agrarförderung für frostige Stimmung unter den Betroffenen sorgt. Statt sich energisch um die Abstellung der Mißstände zu kümmern, schwadroniert Till Backhaus bei sachlichen Anfragen unserer Fraktion lieber wie ein Oberlehrer über unsere angebliche Weigerung in geheim tagenden ‚Fach’-Ausschüssen mitzuarbeiten.“

Abschließend betonte Borrmann: „Selbstverständlich versucht der Chemiekonzern BASF die angebliche Harmlosigkeit seiner gentechnisch veränderten Kartoffel zu propagieren. Schließlich ist die Gentechnik perspektivisch ein Milliardengeschäft. Was kümmert es den Chemieriesen da, wenn Umwelt und Menschen vergiftet und in neue Abhängigkeiten von Saatgutherstellern gelangen werden, solange deren Profit stimmt.“


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