Arbeitskreis Kirche und Judentum lädt gemeinsam mit Greifswalder Kulturamt am 9. November ein

Der Arbeitskreis Kirche und Judentum des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises lädt in Kooperation mit dem Kulturamt der Universitäts- und Hansestadt Greifswald am Donnerstag, 9. November, zu zwei Veranstaltungen ein, die dem Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome des Jahres 1938 gewidmet sind. Um 13 Uhr findet eine Andacht am Ort des früheren Betsaales der Greifswalder jüdischen Gemeinde in der Mühlenstraße 10 statt.

Um 19 Uhr hält Pastor Dr. Irmfried Garbe im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses einen Vortrag zum Thema „Vom Leben nach der Deportation. Die Briefe der Anklamerin Anna Grüneberg 1940 bis 1942“.

Dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte

„Vom 7. bis 9. November 1938 kam es im damaligen Deutschen Reich zu erschreckenden und beklemmenden, angeblich spontanen, in Wahrheit von der NSDAP inszenierten Ausschreitungen gegen Juden und Einrichtungen ihrer Gemeinden“, heißt es in der Einladung des Arbeitskreises Kirche und Judentum.

„Totschlag und Gewalt, Verhaftungen und Zerstörungen nahmen ein Ausmaß an, das in einem zivilisierten Land in der Mitte Europas im 20. Jahrhundert bis dahin unvorstellbar schien. Die damals vom Volksmund bald so genannte ‚Kristallnacht‘ bildete den Auftakt zur gezielten Vernichtung jüdischen Lebens und jüdischer Kultur im Reich und den später von der Wehrmacht besetzten Ländern, die in die dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte eingegangen ist.“

Sebastian Kühl, Pressesprecher und Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit, Pommerscher Evangelischer Kirchenkreis

Foto/Michels