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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Für das Osternest?! Freikarten nach Mirow

Künstliche Aufreger „in Absurdistan“

Manchmal kommt man doch ins Grübeln – im Land der Seen, Felder und Wälder, der Schlösser und Rösser. Nun hat der Finanzminister des Landes M-V, besser gesagt, irgendein Mitarbeiter oder Praktikant, ein Gewinnspiel auf der Ministeriums-Gesichtsbuch-Seite gepostet, in dem es um zwei Freikarten für das Schloss Mirow geht, und die Opposition, also „fast“ ganz M-V, läuft dagegen „Sturm“.

Große Entrüstung allerorten

Wie sagte schon ein Kumpel von Pittiplatsch, dem Lieben, der „Nickeneck“: „Nickeneck, Du lieber Schreck, da bleibt mir fast die Spucke weg!“.

Wo ist der Skandal?

Wo bitte schön ist da der Skandal?! Konnten die investigativen Rechercheure aus „Meck-Pommistan“ nicht „andere Leichen“ im Finanzministerium von M-V „ausgraben“?! Gab es tatsächlich keine „Opfer“ des finanzpolitischen „russischen Roulettes“ im Haus der Finanzen?!

Worum geht es?

Ein Gewinnspiel um fünf mal zwei Freikarten ins Schloss Mirow muss also her, um den Finanzminister „zu Fall“ zu bringen. Puh! Erstens weiß doch eh niemand, wo Mirow überhaupt liegt, und zweitens möchte man nicht irgendwohin fahren, also in die Provinz, wo man nicht einmal „begraben“ sein möchte. Schloss hin oder her…

Das ist der eigentliche Skandal! Warum wurden keine Reisen nach Hawaii, zu den Tonga-Inseln oder zu den britischen Jungfern-Inseln verlost? Warum kein Abend mit Heidi Klum oder mit Angela Merkel? Wobei: Bei Letzterer wäre es ja schon eine Bestrafung der besonderen politischen Art! Nicht mal ein roter „Chateau Reibach von 1792“ wird verlost…

Fünf Sozis wollen hin

Und wenn auch fünf SPD-Abgeordnete am Gewinnspiel teilnehmen, dann sollen sie doch.Fahren vom Schweriner Schloss eben ins Mirower Schloss. Vielleicht bleiben sie dort und es werden fünf Stellen im Schweriner Schloss, also  im Landtag, frei.

Dann können sich darauf „ein paar Fachkräfte“ bewerben, die zurzeit noch ehrenamtlich malochen. Dafür müsste man den Herrn Finanzminister sogar loben und nicht kritisieren, wie es der GEZ-Funk oder die Opposition „so schäbig tut oder tutet“ oder wie auch immer…

Ganz schön knifflig

Und so einfach zu gewinnen gibt es die Karten auch nicht… Ist keinem Kritiker aufgefallen, wie schwer diese Freikarten zu gewinnen sind?!

Die Fragen lauten nämlich: 1.“Wer schoss bei der Fussball-WM 2014 im Endspiel gegen Argentinien das 1:0 für Deutschland in der Verlängerung?“ Das geht ja noch… „Mario Götze.“, 2.“Wie viele Zuschauer waren da?“ Das lässt sich auch noch finden… „75868.“ …Aber nun kommt es: „Wie hießen die einzelnen Zuschauer mit Vor- und Zunamen?“…

Keiner wird bevorzugt

Und nun sage noch jemand, hier werden Parteifreunde bevorteilt… Da haben bestenfalls Angestellte des BND, vom NSA, des Mossad, vom  FSB bzw. der Stasi im Untergrund oder letztendlich „der Friseur unseres Vertrauens“, der eh immer alles weiß, gewisse Info-Vorteile. Aber die wollen alle nicht nach Mirow.

… Die Welt „geht gerade den Bach runter“. Es gibt echte Skandale und Fehlentwicklungen. Aber in M-V muss ein Gewinnspiel her!

Wie heißt es in einem Kinderspiel? Eins, zwei drei – ins „faule Ei“!

Kommentar / Marko Michels

 


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