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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Fremdsprachenunterricht ist das Stiefkind der Bildungspolitik

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern Konsequenzen aus dem Ländervergleich zur Sprachkompetenz

Die Ergebnisse des jüngsten Ländervergleichs im Bereich Sprachkompetenz soll – laut Bündnisgrünen – Bildungsminister Tesch dazu bringen, endlich zu handeln. „Wir fordern, dass endlich verstärkte Anstrengungen unternommen werden, neue Fachlehrer einzustellen. Außerdem muss endlich die Fachlichkeit im Fremdsprachenunterricht ohne Ausnahmen durchgesetzt werden“; erklärt Andreas Katz, bildungspolitischer Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Die jüngste Untersuchung bestätige, was Schulkenner bereits wissen: „Der Fremdsprachenunterricht ist ein Stiefkind der Bildungspolitik in MV. Insbesondere Lehrkräfte für Englisch sind Mangelware, unterrichtende Muttersprachler Goldstaub. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden“, beklagt sich Katz. Früher Fremdsprachunterricht, wie ihn das Schulgesetz vorsieht, verfehle seine Wirkung, wenn nicht genug qualifizierte Lehrkräfte dafür zur Verfügung stehen. Fachfremd erteilter Unterricht sei in Mecklenburg-Vorpommern keine Seltenheit, aber gerade beim Beginn des Fremdspracherwerbs eine Katastrophe.

Für Fremdsprachunterricht muss auch an Grundschulen und Regionalschulen die Fachlichkeit unbedingten Vorrang haben. „Die Ausbildung in mindestens einer Fremdsprache, in der Regel Englisch, gehört heute zur unverzichtbaren Bildungsausstattung. Diese in möglichst hoher Qualität zu gewährleisten, muss ein in Zukunft stärker gewichtetes Anliegen der Landesregierung sein“, fordert Katz.


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