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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Forschung am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Gefahr?

Egbert Liskow: Fusionsforschung steht auf der Kippe – Wissenschaftsstandort Greifswald gefährdet

Am Freitag steht im Bundesrat eine Abstimmung zum Vorschlag für einen Beschluss des Rates über das Rahmenprogramm der Europäischen Atomgemeinschaft für Forschungs- und Ausbildungsmaßnahmen im Nuklearbereich (2012 – 2013) auf der Tagesordnung. Der Greifswalder CDU-Landtagsabgeordnete, Egbert Liskow, sieht in den darin enthaltenen Formulierungen eine Gefahr für die am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik laufende Grundlagenforschung.

„Wir dürfen angesichts der Katastrophe von Fukushima nicht alles über den Haufen werfen. Vor allem darf die Debatte nicht missbraucht werden, um die unerlässliche Grundlagenforschung am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald zu gefährden. Das Projekt Wendelstein 7-X ist ein wichtiges Schlüsselexperiment. Dieses muss fortgeführt werden“, machte Egbert Liskow deutlich.

Die Länder Nordrhein-Westfalen, Bremen, Hamburg, Saarland, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Berlin, Schleswig-Holstein und Thüringen haben in einer Probeabstimmung gegen Forschungsarbeiten zur Entwicklung von neuen Reaktorsystemen gestimmt. Damit haben diese Länder zugleich das seit Jahren laufende Forschungsvorhaben Wendelstein 7-X zur Disposition gestellt. Treibend sind bei diesem Kurswechsel die SPD-Länder unter Führung von Rheinland-Pfalz.

„Ich bin froh, dass es in der Landesregierung keine divergierenden Positionen in dieser Frage gibt. Wir lehnen Ziffer 11 des Beschlussvorschlages klar und eindeutig ab. Ich erwarte, dass sich der Ministerpräsident und die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende noch einmal deutlich für den Forschungsstandort Mecklenburg-Vorpommern ins Zeug legen. Sie müssen gegenüber ihren SPD-Kollegen aktiv werden. Jetzt geht es um unser Land“, so Egbert Liskow.

Quelle: CDU-Landtagsfraktion


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