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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Exzellenzforschungsprogramm des Landes M-V

Projektkonsortium „Card-ii-Omics“ zur Förderung empfohlen

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V will in den kommenden vier Jahren (2017 – 2020) die Etablierung eines Forschungsverbundes zur Prävention, Diagnostik und Therapie von Infektionen kardiovaskulärer Implantate im Rahmen des Exzellenzforschungsprogramms M-V mit 5 Mio. € fördern.

Unter dem Titel „Card-ii-Omics“ verknüpft das Projektkonsortium hierzu Wissenschaftscluster der Universitäten und Universitätsmedizinen in Rostock und Greifswald mit exzellenten Vorarbeiten auf den Gebieten der Implantatentwicklung, der Infektionsforschung und Proteomik. Dieses stellt nach dem Votum der Expertenjury einen wichtigen Schritt in Richtung einer bundesweiten Alleinstellung dar.

Card-ii-Omics hat das Ziel, Infektionen von kardiovaskulären Implantaten, insbesondere Herzklappenprothesen, durch Biofunktionalisierung zu vermeiden und darüber hinaus Diagnose und Therapie dieser lebensbedrohlichen Komplikationen zu verbessern. Wegen der demografisch bedingten Zunahme des Bedarfs an Herzklappenprothesen ist dies gesundheitspolitisch und wirtschaftlich von außerordentlicher Bedeutung.

Koordinator des Konsortiums ist Prof. Dr. Emil Reisinger von der Abteilung für Tropenmedizin und Infektionskrankheiten und Nephrologie der Universitätsmedizin Rostock, der das Projekt am Standort Rostock gemeinsam mit PD Dr. Niels Grabow vom Institut für Biomedizinische Technik sowie Prof. Dr. Hüseyin Ince von der Abteilung Kardiologie der Universitätsmedizin Rostock und Prof. Dr. Hubert Bahl vom Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock bearbeiten wird. Am Standort Greifswald sind beteiligt Prof. Dr. Barbara Bröker (Sprecherin Standort Greifswald) vom Institut für Immunologie und Transfusionsmedizin, Prof. Dr. Uwe Völker vom Institut für Genetik und Funktionelle Genomforschung sowie Prof. Dr. Katharina Riedel vom Institut für Mikrobiologie und Prof. Dr. Stephan Felix vom Fachbereich Kardiologie der Universitätsmedizin Greifswald.

Die gemeinsame Initiative für das Projekt, das insbesondere der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung dienen soll, geht zurück auf Prof. Dr. Michael Hecker vom Institut für Genetik und Funktionelle Genomforschung der Universitätsmedizin Greifswald und Prof. Dr. Klaus-Peter Schmitz vom Institut für ImplantatTechnologie und Biomaterialien e.V. in Warnemünde, die ebenfalls am Projekt beteiligt sind. Aufbauend auf Ihrer langjährigen Erfahrung in der Entwicklung und Leitung koordinierter Forschungsprojekte und ihrer Kenntnis der Wissenschaftsgemeinde des Landes haben auf ihre Anregung hin die beiden Landesuniversitäten ihre Schwerpunkte für Card-ii-Omics komplementär vernetzt: In Rostock ist die Biomedizintechnik bis hin zur Wertschöpfung bei kardiovaskulären Implantaten durch regionale Industriepartner etabliert, in Verbindung mit Kardiologie, Infektionsmedizin und Mikrobiologie, während das Projekt in Greifswald durch den Forschungsschwerpunkt „Proteomics und Proteintechnologien in Infektionsbiologie, Umweltmikrobiologie und Biotechnologie“ getragen wird.

Die Kombination dieser Expertisen in Card-ii-Omics bietet die Voraussetzungen, deutliche Fortschritte bei Prävention und Therapie von Herzklappeninfektionen zu erzielen. Dazu werden neue Konzepte für infektionsresistente minimalinvasive Herzklappenprothesen sowie Maßnahmen zur Verbesserung von Diagnostik und Therapie sowie der Stratifizierung von Patienten nach ihrem Infektionsrisiko entwickelt und erprobt.

In Card-ii-Omics sollen insgesamt 20 neue Arbeitsplätze für die fachübergreifende Ausbildung von exzellentem wissenschaftlichen Nachwuchs in Medizin, Natur- und Technikwissenschaften geschaffen werden. Auf diese Weise bündelt Card-ii-Omics Stärken der beiden Landesuniversitäten und richtet diese zukunftsweisend auf ein wichtiges Gesundheitsproblem, um einen Mehrwert für die Forschungslandschaft in M-V zu erzielen.

Pressemitteilung der Universität Rostock

 


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