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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Erstmals Preisträger des IT-Wettbewerbs ausgezeichnet

Wirtschaftsminister Seidel: Innovative Projekte durch branchenspezifische Förderung unterstützt

JSAm Donnerstag sind im Informatikcenter Roggentin (bei Rostock) die Gewinner des ersten Innovations- und Gründungswettbewerbs der IT-Industrie des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet worden.

„Die Jury hat vier innovative Projektideen ausgewählt. Dazu gehören eine Zentrale zum automatisierten Datenaustausch von beliebigen Datenquellen über das Internet, ein neuartiges elektronisches Fahrtenbuch, eine intelligente Bildverarbeitung und Versandsteuerung sowie funkbasierte Mess- und Überwachungssysteme“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Jürgen Seidel bei der Preisverleihung.

Die finanzielle Grundlage des Wettbewerbes bildet der IT Future-Fonds. „Die Etablierung dieses Instrumentes mit seiner branchenspezifischen Ausrichtung stellt in unserer Förderlandschaft eine Neuheit dar. Der IT Future-Fonds soll die Weiterentwicklung der Branche stärken“, so Seidel weiter.

Die IT-Initiative Mecklenburg-Vorpommern berät und koordiniert den Wettbewerb. Dabei werden Existenzgründer von der Geschäftsidee bis zur Etablierung des Unternehmenskonzeptes begleitet. Der IT Future-Fonds stellt mit den Zukunftsfondsmitteln in Höhe von drei Millionen Euro einen zusätzlichen Förderetat dar.

„Die Informations- und Kommunikationstechnologien haben eine Schlüsselfunktion für Wirtschaft und Gesellschaft. Sie haben für unser Land eine große volkswirtschaftliche Bedeutung.

Unternehmen in der sich wandelnden IuK-Branche müssen aktuelle Trends und Entwicklungen sehr schnell aufnehmen. Nur wer an der Spitze des technologischen Fortschritts steht, hat Vorteile gegenüber den Wettbewerbern“, sagte Seidel. Nach Angaben der IT-Initiative Mecklenburg-Vorpommern werden in MV etwa 100 Fachkräfte in dieser Branche gesucht.

Die Struktur unserer Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche reicht von marktführenden mittelständischen Unternehmen bis hin zu kreativen Start-Ups.

In der Branche arbeiten etwa 14.500 Menschen in 600 Unternehmen. Flankiert werden die Unternehmen durch Lehre und Forschung an den Hochschulen, in denen sich etwa 1.000 Forscher und Studenten mit der Informations- und Kommunikationstechnologie beschäftigen.

Die Forschungs- und Entwicklungsförderung  ist im Land neu ausgerichtet worden. „Wir haben neue Rahmenbedingungen geschaffen und die finanzielle Ausstattung unserer Programme erhöht.

Neu ist auch die zielbestimmte Ausrichtung auf den Verbundgedanken. Wir müssen und können die Vernetzung zwischen Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unternehmen stärker ausbauen. Es geht darum, neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu ermöglichen“, sagte Seidel.

Von 2007 bis 2013 stehen aus den beiden großen EU-Strukturfonds EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) und ESF (Europäischer Sozialfonds) 155 Millionen Euro für die Forschung und Entwicklung zur Verfügung. Die Koordinierung erfolgt erstmalig zentral über das Wirtschaftsministerium.

Gewinner

1. Platz:  solosTec gmbh aus Bad Doberan

Projekt „HIGGS“ – 80.000 Euro

Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer neuartigen Zentrale zum automatisierten Datenaustausch beliebiger Datenquellen über das Internet.

2. Platz: ASP Putbus GmbH aus Putbus

Projekt „eLog Book“ – 70.000 Euro

Die Schaffung eines elektronischen Fahrtenbuches, welches keine Ein- und Umbauten am Fahrzeug erfordert, ist Ziel dieses Projektes. Ein mobiles Endgerät wie beispielsweise ein Mobiltelefon soll zum Einsatz kommen.

3. Platz: ASinteg GmbH aus Schwerin

Projekt „MatchControl“ – 60.000 Euro

Ein auf der intelligenten Bildverarbeitung basierendes System zur endkundenspezifischen Kuvertierung und Versendung von Werbematerial ist Ziel der Projektidee. Sendungsinhalte müssen automatisch erkannt und personalisiert werden.

4. Platz: Dr. Frank Grassert SENEON Sensornetze aus

Rostock

Projekt „Funkbasierte Systeme für QS“ – 40.000 Euro

In diesem Projekt ist die Entwicklung und Vermarktung neuartiger drahtloser Mess- und Überwachungssysteme (drahtlose Sensornetze) geplant.

Informationen zum Wettbewerb

Das Ziel des Projektes ist die Etablierung eines Wettbewerbes zur gezielten Stärkung junger IT-Unternehmen bzw. zur Unterstützung von Vollexistenzgründungen in diesem Bereich.

Antragsteller können zur Teilnahme am Wettbewerb Projektskizzen in elektronischer Form über ein Antragsportal einreichen. Pro Jahr werden mehrere Ausschreibungsrunden veranstaltet, damit gute Ideen zeitnah zu wirtschaftlicher Betätigung führen.

Bestandteil jedes Antrages ist der Nachweis der gewerblichen Tätigkeit (Vollexistenz) und ein plausibler Businessplan. Die Bewertung der einzelnen Anträge erfolgt durch externe Sachverständige, die von der IT-Initiative Mecklenburg-Vorpommern e.V. als regionaler Branchenverband der IT-Industrie Mecklenburg-Vorpommerns berufen werden.

Die eingereichten Projektskizzen werden von externen Gutachtern und Jurymitgliedern bewertet. Dabei werden insbesondere der Innovationsgrad und die Umsetzbarkeit, der Wertschöpfungsanteil, das technische und kaufmännische Risiko, die fachliche und unternehmerische Kompetenz des Antragstellers sowie die Darstellung der Gesamtfinanzierung bewertet.

Es werden pro Wettbewerbsrunde vier Preisträger ermittelt, die eine Förderung für ihr Vorhaben erhalten sollen. Die Förderung besteht in der Regel jeweils zur Hälfte aus einem nicht rückzahlbaren Zuschuss und einem verzinsten Darlehen und wird bei der TBI Technologie-Beratungs-Institut GmbH formgebunden beantragt. Die Zuwendung erfolgt unter Zugrundelegung der Richtlinie zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation des Landes MV.


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