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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Erneut Abbrüche an Kreideküste Rügens – Schutzmaßnahmen vor Ort ergriffen

In den letzten Tagen ist es an der Steilküste Rügens zu neuerlichen Abbrüchen an den Kreidefelsen gekommen.

„Am Wissower Ort zwischen Hengst und den berühmten Wissower Klinken musste die Nationalparkverwaltung frische Abbrüche feststellen und hat umgehend die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen ergriffen“, teilte heute der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus am Rande einer Pressekonferenz in Schwerin mit.

Hauptursache für die zunehmenden Abbrüche an Rügens Wahrzeichen Nummer Eins seien niederschlagsreiche Perioden wie der ungewöhnlich feuchte Sommer 2007. So wurde im letzten Jahr mit 954 Millimeter Niederschlag ein Rekordwert seit Beginn der amtlichen Messungen auf Rügen registriert, wovon auch der Nationalpark Jasmund betroffen sei. Der langjährige Mittelwert für Deutschlands größte Insel liegt dagegen bei ca. 750 Millimeter pro Jahr.

Da sich ein Großteil der Niederschläge noch in den Boden- und Gesteinsschichten befinde, entfalteten diese nun ihre Wirkung, auch im Zusammenwirken mit Frösten. „Dadurch besteht derzeit eine erhöhte Abbruchgefahr“, warnte der Minister. „Spaziergänger müssen wir daher dringend bitten, am Strand und auf dem Hochuferweg mehr Vorsicht walten zu lassen.“ Besondere Risiken bestünden bei den überhängenden, nur noch von Wurzeltellern gehaltenen Böden. Die betroffenen Gebiete seien durch die Behörde vor Ort aber entsprechend abgesperrt bzw. gekennzeichnet.


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