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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Eiskunstlauf-WM 2012 mit Happy-End

Gebürtiger Greifswalder Robin Szolkowy holte mit Aljona Sawtschenko zum vierten Mal WM-Gold

Mit ihrer „Pina“-Kür gewann der gebürtige Greifswalder Robin Szolkowy mit seiner Partnerin Aljona Sawtschenko im Palais des Congres Acropolis in Nizza WM-Gold 2012 im Paarlaufen knapp mit 201,49 Punkten vor den Europameistern Tatjana Wolossoschar / Maxim Trankow aus Russland, die 201,38 Punkte nach einer starken Kür erreichten. Das russische Duo hatte jedoch im Kurzprogramm gepatzt.
Dritte wurden Narumi Takahashi/Mervin Tran (Japan/189,69 Punkte) vor Pang Qing/Tong Jiang (China/186,05 Punkte) und Meagan Duhamel/Eric Radford (Kanada/185,41 Punkte).

Bereits im Kurzprogramm hatten Szolkowy/Sawtschenko (68,63 Punkte) überzeugt. Zur Film-Musik von Hans Zimmer aus dem Blockbuster „Illuminati“ liefen die beiden couragiert bzw. anspruchsvoll und konnten die Konkurrenz aus China (Pang Qing/Tong Jian/67,10 Punkte) und Japan (Narumi Takahashi/Mervin Tran/65,37 Punkte) auf die Plätze verweisen.
Die anderen deutschen Paarlauf-Duos aus Deutschland wurden  in Nizza nach der Kür 13. (Maylin Hausch/Daniel Wende) und 14. (Mari Vartmann/Aaron van Cleave).

In der Geschichte der WM-Paarlauf-Konkurrenzen seit 1908 gab es für deutsche Duos damit 17 Titel. Den Anfang machten Anna Hübler/Heinrich Burger 1908 (auch 1910). Ludowika Eilers, die gebürtige Potsdamerin, gewann 1911 mit dem Finnen Walter Jakobsson Gold. Nach dem WM heiraten sie und starteten danach für Finnland, für das sie 1914 und 1923 die Weltmeisterschafts-Titel erkämpften.

In den 1930er Jahren (1936/1937/1938/1939) triumphierten Maxi Herber/Ernst Baier viermal. Und nach 1950 gab es fünf goldene Paare aus deutscher Sicht: 1951 und 1952 Ria Baran/Paul Falk, 1963 und 1964 Marika Kilius/Hans-Jürgen Bäumler, 1982 Sabine Baeß/Tassilo Thierbach, 1997 Mandy Wötzel/Ingo Steuer und 2008, 2009, 2011 bzw. 2012 Aljona Savchenko/Robin Szolkowy.

Die meisten Paarlauf-WM-Titel gingen jedoch an sowjetische/russische Paare (32). Es folgen deutsche Duos (17), Kanada (10), Österreich (7), Ungarn (5), China (5), Frankreich (4), Großbritannien (3), Finnland (3), die USA (2), Belgien (2) und Tschechien (1).

Übrigens: Der gebürtige Rostocker Rolf Österreich, der 2012 junge 60 wird, wurde mit seiner Partnerin Romy Kermer bei Weltmeisterschaften 1974 in München Dritter, in Colorado Springs 1975 Zweiter und in Göteborg 1976 noch einmal Zweiter. Höhepunkt war zweifellos das olympische Silber 1976 in Innsbruck.

Für Robin und Aljona gab es vor zwei Jahren in Vancouver Olympia-Bronze. In Sotschi 2014 sollte der Gold-Traum durchaus in Erfüllung gehen.

Marko Michels


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