Der „Nordische Klang“ in Greifswald im Blickpunkt

Mai-Zeit – das ist in Greifswald auch Festival-Zeit, denn mittlerweile ist es eine gute Tradition, den „Nordischen Klang“, diese Festival-Bühne für junge nordeuropäische Kunst, in der Hanse- bzw. Universitätsstadt durchzuführen. In diesem Jahr wird das Festival zum 26.Mal vom 4.Mai bis 14.Mai organisiert.

Aber welche Bedeutung hat der „Nordische Klang“ mittlerweile?!

Nachgefragt bei Dr. Frithjof Strauß, Dozent am Institut für Fennistik und Skandinavistik bzw. Künstlerischer Leiter des „Nordischen Klangs“

Dr. F.Strauß über die Bedeutung des „Nordischen Klangs“, das Programm 2017, die Highlights in diesem Jahr und den Zuspruch zum Institut für Fennistik und Skandinavistik

„Eines der größten Nordeuropafestivals außerhalb Skandinaviens…“

Frage: Zum 26.Mal wird der „Nordische Klang“ in Greifswald organisiert. Welche Bedeutung und welchen Stellenwert hat dieses Festival nicht nur im Greifswalder Kulturkalender?

Dr. Frithjof Strauß: Der Nordische Klang ist eines der größten Nordeuropafestivals außerhalb Skandinaviens. Im Greifswalder Kulturkalender leitet er die Festivalsaison ein. Von den Botschaften der nordischen Länder wird das Festival als ein wesentlicher Pfeiler für die Kulturvermittlung angesehen und dementsprechend unterstützt. Auch in Nordeuropa gilt der Nordische Klang unter Künstlern und Kulturorganisationen als wichtige, feste Größe, insbesondere was den Musikexport angeht. Als Besucher kann man viele Entdeckungen machen, denn wir bringen meist Deutschlanddebüts.

Frage: Gerade das Institut für Fennistik und Skandinavistik ist maßgeblicher Organisator des Festivals. Wie ist eigentlich – auch jenseits des Festivals – der studentische Zuspruch zum Institut? Welche Forschungs- und Lehrschwerpunkte gibt es am Institut?

Dr. Frithjof Strauß: Das Institut für Fennistik und Skandinavistik ist eines der großen Institute seiner Art im deutschsprachigen Raum mit drei Professuren. Forschungs-und Lehrschwerpunkte sind die Fennistik allgemein, Skandinavistische Sprachwissenschaft und Skandinavistische Literaturwissenschaft. Das Festival selbst wird vom Kulturverein Nordischer Klang e.V. in Zusammenarbeit mit der Universität Greifswald veranstaltet. So ergibt sich für die Studierenden die hervorragende Möglichkeit, ihr Studium mit berufsrelevanten Erfahrungen zu ergänzen.

Frage: Wie viele Veranstaltungen gibt es bis zum 14.Mai insgesamt beim „Nordischen Klang“?

Dr. Frithjof Strauß: Rund 45. Die Hälfte sind Konzerte. Vom Sinfoniekonzert bis zur Indie Electro Nacht ist alles dabei!

Frage: Was waren, was sind für Sie die Highlights 2017?

Dr. Frithjof Strauß: Drei Frauenstimmen haben es mir angetan: Mimi Terris singt und schreibt die schönsten schwedischen Jazzlieder. Lisa Nybrotts Soul Vocals aus Norwegen gehen unter die Haut. Und aus Kopenhagen kommt die Mexikanerin Edith Tamayo angereist, die begleitet von der kubanischen Klavier-Königin Lázara Cachao ergreifende Latino-Lieder singt. Und dann darf man sich nicht den finnischen Extrem-Akkordeonisten Kimmo Pohjonen entgehen lassen – unser wohl bekanntester Act.

Vielen Dank, dann weiterhin bestes Engagement für den „Nordischen Klang“ und maximalen Zuspruch 2017!

Marko Michels

Foto: Akkordeon-Künstler Kimmo Pohjonen und seine beiden Töchter/Aufnahme: Juha Kassila.