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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Ein Tag zum Innehalten: Der 9.November

Gedanken zu einem geschichtsträchtigen Datum

Der Monat November ist en geschichtsträchtiger, gerade dessen Beginn… Am 7.November 1810 wurde der wohl bedeutendste Schriftsteller, Dichter und Publizist der niederdeutschen Sprache, Fritz Reuter, geboren.

Wer die Mecklenburger und Vorpommern im wahrsten Sinne des Wortes verstehen will, kommt an Fritz Reuter nicht vorbei. Jährlich, seit 1999, wird am Geburtstag von Fritz Reuter der gleichnamige Literaturpreis der Stadt Stavenhagen und des Fritz-Reuter-Literaturmuseums an verdiente Persönlichkeiten vergeben, die sich um den Erhalt der niederdeutschen Sprache verdient machten.

In diesem Jahr erhielt der langjährige Leiter (1987-1999) des Wossidlo-Institutes, des heutigen Institutes für Volkskunde der Universität Rostock, Siegfried Neumann diese Auszeichnung.

Aus Greifswalder Sicht gab es Anfang November 2015 ebenfalls eine Auszeichnung für einen „Sohn“ der Stadt: Prof. Dr. Michael Succow wurde von der „Deutschen Bundesstiftung Umwelt“ mit einem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Michael Succow hatte unter anderem in den 1960er Jahren/Anfang der 1970er Jahren an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität zu Greifswald studiert sowie promoviert.

Aber der Monat November ist nicht nur der Geburtsmonat von Fritz Reuter und ein Auszeichnungsmonat für Prof. Dr. Michael Succow …

Der 9.November…

Der 9.November – ein deutsches Datum, ein Tag, der für Niedergang und Aufbegehren, Aufbruch und Niederlage sowie Elend und Zuversicht gleichermaßen steht.

Der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann rief vor 90 Jahren die „(Parlamentarische) deutsche Republik“ vom Fenster des deutschen Reichstages aus, mit dem mißglückten Hitler-Ludendorff-Putsch zeigte die nationalsozialistische Bewegung erstmals deutlich offen ihr politisches Antlitz, die Reichspogromnacht 1938 war der Auftakt der intensiven Verfolgung Deutscher jüdischen Glaubens und 1989 wurde mit dem Fall der Berliner Mauer und dem friedlichen Niederreißen des Stacheldrahtes an der innerdeutschen Grenze der Weg zur deutschen Vereinigung frei, durften sich Deutsche aus Ost und West – nach jahrzehntelanger brutaler Trennung – wieder in den Armen liegen.

Nur vier der wichtigsten Ereignisse an einem bewegten Tag, die daran mahnen, dass Freiheit und Demokratie stets neu erkämpft und verteidigt werden müssen.

Es sind aber oftmals die jenseits des publizistischen und wissenschaftlichen „Mainstreams“ Agierenden und mutig Handelnden, die Geschichte mitschrieben und Entwicklungen mitprägten.

In Schwerin begann der Leidensweg – das Schicksal des Mecklenburger Demokraten Günther Feldmeth

Ein aufrechter Demokrat war der aus Westmecklenburg stammende Günter Feldmeth. Ein junger Mecklenburger, der damals, nach Kriegsende 1945, begriff, dass nach dem nationalsozialistischen Terror mit der blutigen Verfolgung sozialer, christlich gesinnter oder liberaler Demokraten – ganz gleich welchen Glaubens – erneut eine Diktatur, die kommunistisch-stalinistische, drohte.

So arbeitete der SPD-Sympathisant Günter Feldmeth aus Blücher zwischen 1947 und 1950 in einer mecklenburgischen Widerstandsgruppe gegen die drohende kommunistische Diktatur mit, die aus zehn Aktivisten bestand und u.a. vom SPD-Ostbüro, aber auch von christdemokratischen bzw. liberalen Unterstützern aus Westdeutschland, zahlreiche Informationsblätter und Flugschriften erhielt.

Diese Gruppe klebte Flugblätter, die sie selber aus Berlin, u.a. von der dortigen Zweigstelle des SPD-Ostbüros, holen mussten. Darauf stand z.B. „Freie Wahlen !“ oder „Weg mit der SED-Regierung !“.

Kampf gegen eine stalinistische Gesellschaft …

Zu den Motiven seiner politischen Aktivität äußerte sich Günther Feldmeth 1998 folgendermaßen: „Wir, die Widerständler, wollten nach der Zwangsvereinigung von KPD und SPD 1946 der Ulbricht-Regierung das Terrain im Osten Deutschlands nicht kampflos überlassen. Deshalb unterstützten wir die Aktionen des Ostbüros.“

Da die Mitglieder dieser Gruppe nicht in konspirativer Arbeit geschult waren, wurden sie 1950 nach einer Denunziation entdeckt. Günther Feldmeth verhafteten Sicherheitsleute 1950 an seinem 21.Geburtstag und brachten ihn zur Untersuchungshaft nach Schwerin. Seine Eltern und seine Schwester wurden festgenommen, jedoch nach wenigen Tagen wieder freigelassen. Er selber kam nicht so glimpflich davon.

Die Haftbedingungen in dem von sowjetischen Militär- oder KGB-Leuten geführten Gefängnissen spotteten jeder Beschreibung: In einer Zelle von nur zwei mal vier Metern waren vier Personen zusammengepfercht, die sich eine Pritsche teilen mussten. Schlafenszeit war von 23 Uhr bis 6 Uhr, wenn nicht die besonders gefürchteten, oft mit äußerst brutalen Mitteln durchgeführten Verhöre stattfanden. Zu trinken gab es pro Tag und Person einen kleinen Becher Tee, waschen konnte man sich nur alle Tage ein wenig.
Zwischen Weihnachten und Neujahr 1950 wurde Feldmeth nach Bautzen überstellt. Zu diesem Zeitpunkt wog er nur noch 86 Pfund. Das (Einheits-)Urteil wegen „antisowjetischer Hetze“ lautete: 25 Jahre Zwangsarbeit. Trotzdem hatte Günther Feldmeth „Glück“, denn er wurde zunächst in der Küche eingesetzt.

Viele Häftlinge starben an Unterernährung …

Viele Häftlinge starben an Unterernährung, Erschöpfung und daraus resultierenden Krankheiten. Nach einiger Zeit wechselte er zur Tischlerei über und konnte so in seinem bisherigen Beruf arbeiten. Die Haftbedingungen besserten sich ab 1952. Erst 1951 (!!!) erfuhr seine Familie, wo sich ihr Sohn befand. Jedoch nicht offiziell durch Polizei oder Behörde, sondern durch einen Pastor, dessen Sohn ebenfalls für das Ostbüro gearbeitet hatte.

Als 1953 Stalin starb, wurde eine Generalamnestie erlassen, unter die auch Feldmeth fiel: Am 17.Januar 1954 wurde er entlassen. Arbeit fand er als Tischler bei der Elbewerft in Boizenburg. Das SED-Regime hatte allerdings noch eine zweite Niedertracht für ihn bereit: Am 11.Oktober 1961 wurde er ohne Angabe von Gründen aus Boizenburg ausgewiesen.

Obwohl bekannt war, dass er mit seiner Familie ein Haus in Blücher (Besitz) bewohnte, bot man ihm Arbeit in weit entfernten Orten wie beispielsweise Parchim an. Statt dessen ging Feldmeth erst in den Forst und wechselte dann zum Hagenower Kreisbauhof – immer gegängelt durch die damaligen SED-Behörden.

Helmut Both holte ihn dann 1967 in seinen Betrieb nach Boizenburg – die Genehmigung zum Betreten des Sperrbezirkes wurde nach einigem Hin und Her erteilt – wo er bis zu seiner Pensionierung als Invalidenrentner blieb.

… 50 Namen aus M-V von Tausenden, die gegen die totalitären Diktaturen in M-V im 20.Jahrhundert stehen …

Soziale, christliche und liberale Demokraten und Funktionsträger, die sowohl gegen das nationalsozialistische wie kommunistische Regime standen waren u.a.

– in Schwerin Carl Garz (CDU/Landesvorstand nach 1945), Hilo Näther (SPD), Erich Becker (SPD), Heinz Lauschke (SPD), Ernst Sodeikat (SPD), Erich Radtke (SPD/u.a. Direktor des Mecklenburgischen Landtages), Horst Barthel (SPD), Franz Ballerstaedt (SPD/Verwaltung Mecklenburg), Rudolf Both (SPD), Bernhard Schwerdfeger (SPD/Postdirektion), Albert Kruse (SPD/Bürgermeister), Erich Krüger (SPD), Hans Jess (CDU/Leiter der Landesverwaltung in Mecklenburg 1945), Hans Krukenmeyer (CDU/stellvertretender Vorsitzender), Annemarie von Harlem (CDU/Landesvorstand), Dr. Eduard Friedrich Stratmann (LDP/Leiter der Landesverwaltung Mecklenburg 1945) , Hans Pollok (SPD/Gewerkschafter), Werner Jöhren (CDU/Landrat Rügen, Fraktionsvorsitzender im Schweriner Landtag), Hermann Lüdemann (SPD/Landesgeschäftsführer 1945), Willi Nudow (SPD), Arthur Janßen (CDU/Chefredakteur Der Demokrat 1947), Werner Pöhls (CDU/nach 1945 Amtsmann der Landesregierung), Hermann-Henning Soll (CDU/nach 1945 Abteilungsleiter Landwirtschaftsministerium), Hans-Werner Gyßling (CDU/Chefredakteur Der Demokrat 1945/46), Hugo Reinhart (CDU/Chefredakteur Der Demokrat 1948-1952)

– in Rostock: Heinrich Beese (SPD), Martin Müller (SPD), Hans Griem (SPD), Siegfried Witte (CDU/ab 1946 Wirtschaftsminister), Albert Schulz (SPD/u.a. Oberbürgermeister Rostocks), Paul Friedrich Scheffler (LDP/Jurist), Willi Jesse (SPD/Landesgeschäftsführer 1945/46)
– in Wismar: Erich Schleussing (SPD), Robert Brinkmann (SPD/u.a. Landrat), Karl Moritz (SPD/Gewerkschafter), Berthold Christiansen (SPD), Herbert Säverin (SPD/u.a. Oberbürgermeister)
– in Güstrow: Horst Renger (SPD)
– in Schönberg: Hermann Wilken (SPD/Landrat)
– in Stralsund: Max Fank (SPD), Willi Schult (SPD), Otto Kortüm (SPD/u.a. Oberbürgermeister)
– in Greifswald: Horst Lahmann (SPD), Walter Freese (SPD), Willi Bieg (SPD/Landrat)
– in Neubrandenburg: Wilhelm Dühring (SPD), Friedrich Schwarzer (SPD/u.a. Oberbürgermeister)
– in Waren/Müritz: Willi Klapprodt (SPD)
– in Templin: Günther Fritzsche (SPD)
– auf Rügen: Franz Nitt (CDU/Mitbegründer der CDU auf Rügen nach 1945).

Erwähnt sei auch, dass Kommunisten, wie z.B. Rudi Schwedler oder Wolf Reichardt aus Schwerin, die sich nach 1945 der Stalinisierung der Gesellschaft nach sowjetrussischen Vorbild widersetzten, ebenfalls politisch verfolgt wurden – wie zuvor bei den Nazis.

Der 9.November als Tag des bewußten Erinnerns – Rückblick und Bestandsaufnahme

Der 9.November ist eben auch ein Tag des bewussten Erinnerns, ein Tag für das engagierte Eintreten für eine reale, gelebte demokratische Gesellschaft, in der Menschen – ganz gleich welchen Glaubens und welcher (gewaltfreien) Ideologie auch immer – das faire Miteinander und Zueinander wieder begreifen müssen.

Dazu gehört aber auch eine Auseinandersetzung mit linksradikalen und rechtsradikalen Ideologien ebenso wie die Auseinandersetzung gegen „Gesinnungslumpen“ und Opportunisten, die sich nur oberflächlich als Demokraten gebährden – und vor allem eines verfolgen „Macht zum Selbstzweck“.

Da kann man heutzutage noch so viele „Endstationen“ proklamieren: Wenn diese nur für politische „Rechtsabbieger“, jedoch nicht für „Linksabbieger“ gelten, dann ist es nur „politisches Pharisäertum“.

Einer, der wegen seiner demokratischen Überzeugungen 10 Jahre seines Lebens von den Nazis im KZ inhaftiert wurde und nach 1945, nachdem er die Zwangsvereinigung von KPD und SPD in den westlichen Besatzungszonen verhinderte, von den deutschen Kommunisten mit einer beispiellosen Diffamierungskampagne überzeugen wurde, war Dr. Kurt Schumacher, der SPD-Vorsitzende nach Kriegsende.

Im Februar 1932 hatte er seine Meinung in Richtung Nationalsozialismus deutlich geäußert: „Die ganze nationalsozialistische Agitation ist ein dauernder Appell an den inneren Schweinehund im Menschen; und wenn wir irgendetwas beim Nationalsozialismus anerkennen, dann ist es die Anerkennung, dass ihm zum ersten Mal in der deutschen Politik die restlose Mobilisierung der menschlichen Dummheit gelungen ist.“

Doch er vergaß auch den zweiten Hauptgegner der Demokratie nicht – die Kommunisten. So äußerte Schumacher 1946: „ … Dieses Land (Deutschland) war für die Träume der kommunistischen Weltrevolution immer das Herzstück der kommunistischen Welteroberung. Für uns (die SPD) war es klar, dass dieser Angriff mit der Erweckung aller Kräfte der menschlichen und sozialen, der nationalen und persönlichen Qualitäten abgewehrt werden mußte. Für uns wurde es klar: die Freiheit in Europa war nicht zum wenigsten eine Angelegenheit der demokratischen Selbstbehauptung des deutschen Volkes. Die Alliierten lebten in dem Irrtum, die Kriegssituation als Hauptinstrument der Erziehung des deutschen Volkes ansehen zu können.

Die Kommunisten waren dank der sowjetischen Aufklärung ohne jede Illusion, ohne diese Träume, die den Blick der westlichen Alliierten vernebelten. Die östliche Besatzungsmacht rechnete damit, alle vier Parteien (die KPD, die SPD, die CDU und die LDP) zu russischen Staatsparteien zu machen. Bei drei Parteien ist es ihnen gelungen, wenn auch in verschiedenen Graduierungen. Eine Partei ist lieber organisatorisch zugrunde gegangen. Eine Partei hat die Opfer der Illegalität auf sich genommen, die SPD.
Die Sowjets hatten als einzige eine Konzeption. Sie ist, kurz gesagt: die materielle Ausbeutung des (ost-)deutschen Volkes und zur gleichen Zeit die ideologische Aufpäppelung des deutschen Nationalismus. Diese Konzeption hatten sie als Waffe der Diktatur, und praktisch haben damit die Sowjets 1945 bereits die Teilung Deutschlands vollzogen … Man hätte der Welt viel ersparen können, wenn man begriffen hätte, dass die Freiheit in der Welt die deutsche Freiheit benötigt …“

Kurt Schumachers Warnung vor den Opportunisten …

Doch Kurt Schumacher vergass neben Nazis, ob alten oder neuen, und Kommunisten auch nicht die gefährlichsten Feinde der Demokratie. So meinte er 1951: „Die schlimmste Gefahr droht der Demokratie heute nicht von ihren Feinden links oder rechts, Es sind diejenigen, die auf die Gunst der Stunde hoffen, die abwarten und eigene Ziele verfolgen …“.

Was Schumacher damit meinte ? Es sind vor allem diejenigen gemeint, die sich im demokratischen Gewande präsentieren, aber nur darauf blicken, wie sie schnell und günstig an die politische und wirtschaftliche Macht gelangen können.

Es sind diejenigen aus der viel zitierten „Mitte der Gesellschaft“ gemeint, die wegschauen, wenn Zivil-Courage notwendig ist, die nicht helfen, wenn Hilfe benötigt wird, und diejenigen, denen die jeweilige „Partei-Räson“ vor politischen, auch persönlichen, Idealen geht. Es sind diejenigen gemeint, die sich als Stasi-Spitzel, SED-Kader, „Blockflöte“ oder „parteiloser“ DDR-Opportunist persönlich schuldig machten, heute davon nichts mehr wissen wollen und plötzlich den „glasklaren Demokraten“ spielen. Die heute wieder in Amt und Würden sind und deshalb eigentlich mit dem „Goldenen Wendehals“ ausgezeichnet werden müssten.

Niemandem wird seine frühere alleinige Parteizugehörigkeit vorgeworfen. Diejenige oder derjenige, die bzw. der nicht wirklich auch extreme Schuld auf sich geladen hat, sollte selbstverständlich an der Demokratie partizipiert werden, diese mitgestalten.

Aber diejenigen, die nur gierig sind – Finanz-Haie und Heuschrecken, Neo-Opportunisten und Karrieregeile – die nach Macht, Geld und Einfluss lechzen, um jeden Preis, das sind die echten Feinde einer mittlerweile deformierten Demokratie, die zum Demokratismus mutierte.

Mit Radikalen, von links und rechts lässt sich diskutieren, man kann sie überzeugen, widerlegen und vielleicht sogar für eine wirkliche Demokratie zurückgewinnen, aber der „Neo-Opportunist“ ist da viel gefährlicher.

Dieser schaut nur auf sein eigenes Fortkommen, eignet sich plakativ (demokratische) Themen an und nutzt die Macht für sich, nicht für das Allgemeinwohl – dieser ist die eigentliche Gefahr für die Demokratie im 21.Jahrhundert..

Zwischen Resignation und neuer Hoffnung

Wie meinte schon der frühere Papst Johannes Paul II.: „Wenn der Kapitalismus die Grundprobleme der Gerechtigkeit, der Solidarität, der Freiheit des Menschen nicht wirklich löst, sondern Gräben neu aufgerissen werden, dann kommen die alten Ideologien wieder …“

Doch diese zitierten Gräben sind irdischen Ursprungs. Diese wurden von selbstsüchtigen Menschen aufgerissen, die billigend in Kauf nahmen, dass ein Drittel (sich selbst) „Auserwählter“ auf Kosten von zwei Dritteln der Menschheit lebt, dass schon im frühesten Kindesalter – auch in Deutschland, was eine einzige Schande ist – die soziale Selektion beginnt, und dass einige „Aktivisten“ sich als politische, wirtschaftliche und gar geistige „Elite“gerieren und alles andere als das sind. Wer in der sozialen Marktwirtschaft, in einer wirklichen Demokratie das „Leistungsprinzip“ jedoch ausblendet, findet sich in einer totalitären, nihilistischen Gesellschaft wieder.

Wenn in diesen Tagen in Schwerin, in M-V oder anderswo an die Opfer der Reichspogromnacht, an die weiteren Opfer der nationalsozialistischen Diktatur gedacht wird, dann sollte es vor dem Hintergrund der Revolution 1918/19, der friedlichen Revolution 1989 und dem Fall der Mauer auch für die Opfer der kommunistischen Diktatur gelten, für die in der ehemaligen DDR nicht allein, aber in herausragender Form, Staatssicherheit und SED Verantwortung tragen.

Unrecht und Leid sind unteilbar – das gilt 2015 mehr als jemals zuvor. Und echte Demokraten sind gefragt und werden „händeringend“ gesucht…

… Der 9.November 2015 – auch ein Tag des Innehaltens !

Marko Michels

Foto/Michels: Der 9.November ist auch ein Tag des Innehaltens. Auch in Greifswald.


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