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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Dioxin: Grüne fordern Umsteuern in der Agrarpolitik

„Till Backhaus stiehlt sich aus der Verantwortung“

Die Bündnisgrünen reagierten kritisch auf die Äußerungen von Landwirtschaftsminister Till Backhaus im aktuellen Dioxinskandal, der die Verantwortlichkeiten insbesondere auf EU- und Bundesebene sieht. „Till Backhaus stiehlt sich aus der Verantwortung“ kommentierte Jürgen Suhr, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen: „Die häufigen Lebensmittelskandale zeigen, dass die Lebensmittelindustrie, den Profit vor die Interessen der Menschen stellt. Es wird endlich Zeit die Agrarpolitik grundsätzlich zu überdenken und den Ökolandbau stärker in den Fokus zu rücken. Hier hat auch die Landesregierung umfassende Möglichkeiten. Wir brauchen ein grundsätzliches Umsteuern in der Agrarpolitik.“

Nach Auffassung der Bündnisgrünen zeige der aktuelle Dioxinskandal, welche Risiken die Massentierhaltung berge und dass die Landesregierung falsche Prioritäten setze. “ Wenn die Landesregierung regelmäßig feststellt, dass M-V ein Agrarland ist und von hochwertigen in unserem Land hergestellten Lebensmitteln spricht, dann muss sie dafür Sorge tragen, diesem Anspruch auch gerecht zu werden“, so Suhr. „Transparenz für die Verbraucher und eine zeitgemäße Agrarpolitik, die auf artgerechte Tierhaltung und ökologischen Landbau setzt, sind dafür Grundvoraussetzungen.“


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