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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Die traditionsreiche Sportart Ringen im Fokus

Mehr als 900 organisierte Ringerinnen und Ringer in M-V

Das ringersportliche 2017 hält zahlreiche Höhepunkte bereit, so insbesondere die Europameisterschaften vom 2.Mai bis 7.Mai in Novi Sad und die Weltmeisterschaften vom 21.August bis 27.August in Paris. Zwischen dem 16.März und dem 17.März gibt es zudem auch noch den Weltcup der Herren im griechisch-römischen Stil in Abadan.

Deutsche Meisterschaften locken ebenfalls

Die Deutschen Meisterschaften 2017 im Freistil-Ringen bei den Herren bzw. bei den Damen gibt es hingegen vom 21.April bis 23.April (Ausrichter: ASV Bruchsal) und die Deutschen Meisterschaften im Klassik-Ringen bei den Herren folgen vom 28.April bis 30.April (Ausrichter: KSV Pausa).

Ambitionierte Nachwuchs-Ringerinnen und -Ringer aus M-V

Sehr erfolgreich aus M-V-Sicht waren bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften 2017 wieder einmal Alexander und Andrej Ginc (SAV Torgelow/RV Lübtheen) bei den Klassikern. Alexander gewann Gold in der Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm und Andrej schaffte Gleiches in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm. Nach Ansicht des Präsidenten des Ringerverbandes M-V, Uwe Bremer, sind beide sehr talentierte, ehrgeizige und ambitionierte Ringer, die das Potenzial besitzen auch bei Olympischen Turnieren zu starten.

Junioren-EM als sportlicher Gradmesser

Aber erst einmal gilt es, die unmittelbaren kommenden Herausforderungen zu meistern. Der Jahreshöhepunkt für die Beiden dürften die Junioren-EM zwischen dem 27.Juni und dem 2.Juli in Dortmund sein, für die beide als gesetzt gelten.

Beste Chancen bei den Junioren-EM 2017 dabei zu sein, hat auch Steffi Blohm vom Demminer RV, die bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften im Freistil-Ringen bei den Frauen Rang eins in der Gewichtsklasse bis 72 Kilogramm belegte.

Positive Entwicklung im Ringkampf-Sport in M-V

Ansonsten verzeichnet das Ringen in den letzten Jahren in Mecklenburg-Vorpommern einen sehr positiven Zuspruch. So gibt es mehr als 900 Mitglieder in den neun Vereinen des Landes, so in Demmin, in Stralsund, in Greifswald, in Rostock, in Schwerin, in Lübtheen, in Torgelow, in Warnemünde und in Neubrandenburg. Von den mehr als 900 Mitgliedern sind mehr als 600 aktive Ringerinnen bzw. Ringer, die an Meisterschaften oder Turnieren in den verschiedenen Stilarten und Altersbereichen teilnehmen.

Übrigens: In der Saison 2016 wurde der RV Lübtheen in der zweiten Bundesliga Nord Sechster. Auf Rang eins kam der RSV Greiz.

Das internationale Kräfteverhältnis im Ringen vor den EM und den WM 2017

Wie stellt sich vor den Saison-Höhepunkten im Elite-Bereich im Ringen 2017, vor den EM und vor den WM,  jedoch das internationale Kräfteverhältnis dar?!

Vor Jahresfrist, bei den Europameisterschaften 2016 im lettischen Riga dominierten wieder einmal – wie gewohnt – die Ringerinnen und Ringer aus der früheren Sowjetunion und der Türkei. Russland wurde mit 7 x Gold, 1 x Silber, 4 x Bronze erfolgreichstes Land vor der Ukraine mit 1 x Gold, 5 x Silber, 8 x Bronze, Georgien mit 3 x Gold, 2 x Silber, 4 x Bronze, Aserbaidschan mit 2 x Gold, 2 x Silber, 4 x Bronze und der Türkei mit 3 x Gold, 1 x Silber, 3 x Bronze.

EM-Medaillen auch für deutsches Team

Für den Deutschen Ringer-Bund gab es vier Medaillen, so Gold durch Pascal Eisele (Klassik-Ringen, bis 80 Kilogramm), jeweils Bronze durch Denis Kudla (Klassik-Ringen, bis 85 Kilogramm), Erik Thiele (Freistil-Ringen der Herren, bis 97 Kilogramm) und Nina Hemmer (Freistil-Ringen der Frauen, bis 53 Kilogramm).

Olympia 2016 mit Bronze für Denis Kudla

Beim absoluten Jahreshighlight, dem olympischen Turnier im Ringen 2016 in Rio de Janeiro, wurde ebenfalls Russland mit 4 x Gold, 3 x Silber, 2 x Bronze die beste Ringer-Nation. Aus deutscher Sicht nahmen vier Ringerinnen und drei Ringer an den olympischen Ringer-Wettkämpfen`16 teil, so Nina Hemmer, Luisa Niemesch, Aline Focken, Maria Selmaier, Frank Stäbler, Denis Kudla und Eduard Popp. DEnis Kudla durfte über Bronze im Klassik-Ringen in der Gewichtsklasse bis 85 Kilogramm jubeln.

Die WM 2015/16 im Rückspiegel

Bei den Weltmeisterschaften im Ringen in sechs nichtolympischen Gewichtsklassen 2016 in Budapest konnten die russischen Ringerinnen und Ringer mit 2 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze zudem die erfolgreichste Mannschaft stellen.

Und bei den vorerst letzten kompakten Weltmeisterschaften im Ringen in allen Gewichtsklassen, ob olympisch oder nicht-olympisch, 2015 in Las Vegas, holten die Russinnen und Russen insgesamt 14 Medaillen, darunter 4 x Gold. Für Schwarz-Rot-Gold triumphierte im Klassik-Ringen in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm Frank Stäbler und die Weltmeisterin 2014, Aline Focken, schaffte Bronze im Freistil-Ringen der Frauen (bis 69 Kilogramm).

Fazit vor den EM/WM 2017

Fazit: Der Weg zu EM und WM-Medaillen 2017 führt über die Ringerinnen und Ringer der ehemaligen Sowjetunion, insbesondere über jene aus Russland, der Ukraine, Aserbaidschan, Georgien oder Armenien. Traditionell stark im Herren-Bereich sind die USA, der Iran, die Türkei oder Korea und im Frauen-Bereich bestimmen Japan und auch China das Niveau. Aber: Die deutschen Ringerinnen und Ringer sind immer für Medaillen gut, ob bei EM oder WM oder sogar bei Olympia…

Marko Michels

 


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