Nachgefragt beim SC Laage


Die 15.Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking wurden im August längst zu den sportlichen Akten gelegt. Es wurde schnell gelaufen, weit geworfen und hoch gesprungen. Fast 2000 Athletinnen und Athleten aus 206 Ländern maßen in 47 Entscheidungen die Kräfte, die hoffentlich alle auf natürlichem Weg entstanden sind. Das heißt – durch das angeborene Talent, durch fleißiges Training, eine ausgewogene Ernährung und eine positive Lebenseinstellung.

Team U.S.A. mußte eine Reihe von empfindlichen Niederlagen insbesondere auf den Lauf-Distanzen einstecken. Keine Medaillen in den traditionsreichen US-Disziplinen Herren-Weitsprung, Herren-Stabhochsprung, Herren-Hochsprung oder Herren-Diskuswerfen und und und – ein Desaster.

Am Ende belegten die USA mit 6 x Gold, 6 x Silber, 6 x Bronze gar nur Rang drei im Medaillenspiegel. Kenia wurde bestes Leichtathletik-Land mit 7 x Gold, 6 x Silber, 3 x Bronze vor Jamaika mit 7 x Gold, 2 x Silber, 3 x Bronze. Für Deutschland gab es 2 x Gold, 3 x Silber, 3 x Bronze.

Auch in M-V war im Sportsommer 2015 leichtathletisch eine Menge los…

Wie beurteilt nun Andre Stache vom SC Laage das Leichtathletik-Geschehen 2015?!

Nachgefragt

A.Stache über die WM 2015 in Peking, die kommenden Olympischen Spiele, die Erfolge des SC Laage, regionale Leichtathletik-Herausforderungen und kommende Wettkämpfe

„Sinnvolle Balance zwischen Schulsport und Leistungsanspruch…“

Frage: Herr Stache, die Leichtathletik-WM 2015 sind längst Historie. Wie bewerten Sie diese?

Andre Stache: Es war eine tolle und unterhaltsame Weltmeisterschaft. Junge Sportlerinnen und Sportler kratzten an der Weltspitze und der Kampf gegen Doping trägt, aus meiner Sicht, Früchte. Es war ein echtes Fest und auch das Zuschauer-Interesse war außergewöhnlich.

Frage: Rechnen Sie noch mit größeren Veränderungen im leichtathletischen Kräfteverhältnis bei den Olympischen Spielen in Rio?

Andre Stache; Nein, das nun nicht. Nicht überall sind die Voraussetzungen für hervorragenden Leistungssport gegeben. Schlussfolgernd daraus wird sich, wie überall, das „Geld“ durchsetzen.

Und ich bin davon überzeugt, dass der Deutsche Leichtathletik-Verband auch noch über seinen Schatten springen wird, und dem leistungsorientierten Leichtathletik-Nachwuchs stärker unter die Arme greifen wird.

Frage: Was waren jedoch die Highlights aus Sicht des SC Laage – sowohl im Nachwuchs- als auch im Elitebereich in den vergangenen Wochen?

Andre Stache In diesem Jahr haben unsere Kinder erstmalig bei Bahn-Wettkämpfen sehr erfolgreich teilgenommen. Trotzdem werden wir weiter als Laufgruppe, im gesamten Land, präsent sein.

Im Lauf-Cup und auch im erstmals ausgetragenem Nachwuchslauf-Cup ist der SC Laage gut platziert. Das wird sich in den kommenden Jahren hoffentlich, nicht ändern.

Unser Ziel ist die Umsetzung innovativer Trainingskonzepte mit einer sinnvollen Balance zwischen Schulsport und Leistungsanspruch.

Besonders bei den Landesmeisterschaften im Straßenlauf konnten sich die Aktiven des SC Laage gut in Szene setzen und zeigen, was mit überschaubarem Training möglich ist.

Frage: Welche wichtigen Events stehen bis Jahresende noch auf dem Leichtathletik-Programm Ihres Vereines?

Andre Stache: Ganz klar – die Ausrichtung der Landesmeisterschaften im Crosslauf am 7.November. Wir stehen in Kontakt mit der Stadt und auch mit den Abiturienten des Recknitz-Campus, die uns in diesem Jahr unterstützen werden.

Am vierten Advent startet außerdem der OSPA Stadtlauf, zum achten Mal. Ein geführter Stadtlauf, völlig ohne Leistungsdruck, sozusagen eine zügige Stadtführung!

Die Teilnahme an verschiedensten Volksläufen ist natürlich auch in Planung. Einerseits als Trainingsergänzung, andererseits auch als Möglichkeit, ohne Druck Wettkampferfahrungen zu sammeln.

Frage: Und… Welche Silvesterläufe werden die Läuferinnen und Läufer des SC Laage bestreiten?

Andre Stache: Ganz oben steht da der Rostocker Silvester-/Neujahrslauf. Allerdings blicken wir auch nach Witzin und Zinnowitz. Das Seebad ist für einen Teil der Laufgruppe schon seit Jahren das Ziel für den Jahreswechsel und damit auch eine gute Gelegenheit sportlich das Jahr zu verabschieden.

Vielen Dank und weiterhin bestes Engagement für die Leichtathletik!

Marko Michels

Foto/Michels: Stadion am Lambrechtsgrund in Schwerin – Austragungsort vieler Leichtathletik-Wettkämpfe.