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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Die Grenze – Imageförderung sieht anders aus

Was hat das Wirtschaftsministerium nur geritten, einen solchen Film wie „Die Grenze“ mit 160.000,- Euro zu fördern? Rolf Paukstadt, Präsident Unternehmerverband MV„Es erschließt sich mir nicht annähernd“, so Rolf Paukstat, Präsident des Unternehmerverbandes Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V., „wie man damit eine positive Imagewerbung für das Land Mecklenburg-Vorpommern verbindet.

Der Film bedient all die Klischees, mit denen Mecklenburg-Vorpommern in der Vergangenheit deutschlandweit und darüber hinaus Negativschlagzeilen gemacht hat. Dass wir wirtschaftliche Probleme haben, die in einigen Regionen rechtes Gedankengut befördern und Extremismus von rechts und links begünstigen, steht außer Frage. Aber dazu braucht es nicht einen Zweiteiler wie diesen.

Gerade die Wahl von Rostock als Schauplatz des Geschehens weckt Erinnerungen an die Krawalle in Lichtenhagen. Wir sollten alles tun, die wirkliche Schönheit und das Positive des Landes und dazu gehören für mich auch zahlreiche mutmachende Initiativen, in den Vordergrund unserer öffentlichen Debatte zu stellen. Die von einigen mitgelieferte Erklärung, dass auch eine schlechte Werbung ganz nach dem Motto „Gut, dass wir mal darüber gesprochen haben“ Aufmerksamkeit erzeugt, ist für mich zu kurz gesprungen.

Auch 20 Jahre nach dem Fall der Mauer gibt es zahlreiche Menschen in den alten Ländern, die mit dem Osten im Allgemeinen und Mecklenburg-Vorpommern im Besonderen nicht viel anzufangen wissen. Ich weiß nicht, ob die Wirkung daraufhin auch überlegt wurde.

Die wirtschaftliche Filmförderung wird im Grundsatz von der Wirtschaft respektiert. Aber die Auswahl zu fördernder Projekte sollte sich an dem wirklichen Nutzen, dem positiven Imagegewinn für das Land orientieren. Diese 160.000,- Euro wären in Präventivmaßnahmen gegen rechte und linke Gewalt besser angelegt“, so die Meinung von Rolf Paukstat.

Wolfgang Schröder
Hauptgeschäftsführer


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