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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Deutschlands erster Hochschul-Familienkodex

Erhöhte Leistungsfähigkeit durch familienfreundliche Strukturen an der Hochschule Wismar

Wismar – Um die Vereinbarkeit von Studium, Wissenschaft, Beruf und Familienaufgaben und somit die Leistungsfähigkeit der Hochschule Wismar nach der nunmehr 3. erfolgreichen Zertifizierung als familiengerechte Hochschule weiter optimal zu gestalten, wurde die familienfreundliche Studien- und Personalpolitik in einem Familien-Kodex verbindlich festgeschrieben. Damit gibt es für alle Hochschulangehörigen einen Orientierungsrahmen, welcher u. a. die Vorbildfunktion der Führungskräfte und Professorinnen und Professoren sowie die Familienfreundlichkeit als Qualitätskriterium in allen Entscheidungsprozessen formuliert. Betriebliche Aktivitäten und Tätigkeiten, wie Veranstaltungen für Eltern und der Ausbau der vorhandenen Infrastruktur werden stetig weiter umgesetzt, so dass der Balanceakt zwischen Studium, Beruf und Familie gelingen kann.

Studierende und angestellte Eltern an der Hochschule Wismar leisten jeden Tag Großartiges. Sie besitzen das Potential, welches in der Wissenschaft und Wirtschaft so dringend benötigt wird: Ehrgeiz, Kreativität, Organisationstalent und Durchhaltevermögen. Deshalb wurde der Familienkodex von den Hochschulangehörigen intensiv diskutiert, so dass in einem Workshop abschließend der Inhalt des nun vorliegenden Dokumentes erarbeitet werden konnte. Der gesamte Prozess wurde sowohl von der Hochschulleitung als auch dem Senat unterstützt und schließlich noch kurz vor Jahresende vom Senat beschlossen.

Bereits 2004 erhielt die Hochschule Wismar als erste Hochschule der neuen Bundesländer das Zertifikat familiengerechte Hochschule der berufundfamilie gGmbH. Aus einer umfangreichen Ist-Analyse gingen damals bedarfsgerechte Zielvereinbarungen zur verbesserten Vereinbarkeit hervor, die verbindlich abgeschlossen wurden. Im August letzten Jahres konnte die familienfreundliche Personal- und Studienpolitik erneut bestätigt werden und die Hochschule Wismar erhielt nach 2008 die erste Re-Zertifizierung. Monate davor hatte das Team um Projektleiterin Dörte Joost die aktuelle Situation aufgearbeitet, neue Zielvereinbarungen und konkrete Maßnahmen zur praktischen Umsetzung formuliert – und somit eine Arbeitsgrundlage für zukünftige Aktivitäten gelegt, um das Thema an der Hochschule weiter zu entwickeln.

Zahlreiche praktische Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Studium, Arbeiten und Familie gibt es auf dem Campus, angefangen bei A wie Aktionstage für Eltern und Kinder, über Beratungsangebote, ElternUni, mobile Spielkisten zum Ausleihen, einer kinderfreundlichen Mensa bis Z wie „Zwergenstube“, die Notfall und Kurzzeitkinderbetreuung auf dem Campus. „Niemand soll der Karriere oder der Familie wegen auf eines der beiden genannten verzichten müssen“, betonte nicht nur Prof. Dr. Müller-Böling vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), während der Auftaktsitzung des Wettbewerbs „Familie in der Hochschule“ 2008, Diesem Anspruch möchte auch die Hochschule Wismar gerecht werden. Auch deshalb arbeitet sie seitdem im gleichnamigen best-practice Club mit.

Quelle: Hochschule Wismar


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