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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Deutsch-österreichisches COMENIUS-Regio-Projekt ausgezeichnet

Minister Brodkorb: Projekte leisten wichtigen Beitrag zur Erinnerungsarbeit


Das EU-Regio-Projekt „Bildung und Erziehung nach dem Holocaust – Erinnern und Gedenken“ der Länder Mecklenburg-Vorpommern und Wien (Österreich) ist ausgezeichnet worden. Die Nationale Programmagentur auf deutscher Seite bescheinigte den Initiatoren eine überaus erfolgreich durchgeführte Partnerschaft, die zu einem hochbrisanten Thema gearbeitet habe. Das Projekt trägt die Auszeichnung „Star-Project“. Im Mittelpunkt stand die Frage, in welcher Form sich Schulen und außerschulische Einrichtungen Erinnerungsarbeit mit jüngeren Kindern stellen können. Die EU hat das Projekt mit 43.750 Euro unterstützt.

„Die Projekte von der Montessori-Grundschule in Stralsund, vom Recknitz Campus Laage und von der Kooperativen/Neuen Mittelschule in Wien leisten einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungsarbeit. Sie sind sehr gut ausgearbeitet und können von anderen Lehrerinnen und Lehrern aufgegriffen werden“, lobte Bildungsminister Mathias Brodkorb. „Neben der Auseinandersetzung mit dem Holocaust stehen die Aufklärung über den Rechtsextremismus und die Demokratieerziehung im Fokus. Den beteiligten Lehrerinnen und Lehrern danke ich für ihre Arbeit und für ihr Engagement“, sagte Brodkorb.

Außerdem hat sich die Europaschule Hagenow beteiligt. Mit einem Literaturprojekt/Stolpersteinrundgang, Synagogenbesuchen und Besuchen der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin hat die Schule gezeigt, wie sich jüngere Schülerinnen und Schülern mit diesem Kapitel der Geschichte nähern befassen können.

Seit Jahren nehmen Lehrerinnen und Lehrer aus Mecklenburg-Vorpommern und Österreich an Studienseminaren der Gedenkstätte Yad Vashem in Israel teil. Um das erworbene Wissen und die Erfahrungen zur Erinnerungsarbeit zu verstetigen und weiterzugeben, haben sie sich zu einer Partnerschaft entschlossen und ein sogenanntes COMENIUS-Regio-Projekt initiiert. Eine COMENIUS-Partnerschaft (so der Name bis 2013), heute strategische Partnerschaft, besteht aus zwei oder mehr regionalen europäischen Partnern. Dies sind regionale Behörden im Bildungsbereich, die jeweils mit mindestens einer Schule und mit mindestens einem außerschulischen Partner zusammenarbeiten.

Pressemitteilung Kultusministerium M-V


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