Skip to main content

Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Der wahre Schatz des Störtebeker

Sendetermin: Mittwoch, 26. Dezember 2007 | 13.15 Uhr | im NDR Fernsehen
Der Mythos Störtebeker lebt – aber wer war der wirkliche Klaus Störtebeker? Immer auf schmalem Grat zwischen Recht und Unrecht, Moral und Gewalt – Klaus Störtebeker wurde als „Robin Hood der Meere“ umjubelt, aber auch als Erzfeind der Hanse gejagt und verdammt. Der Übergang zwischen Legende und Wahrheit ist fließend, Störtebekers Leben und Wirken ein einziges Geheimnis. In einer aufwendigen Fernsehdokumentation hat der NDR jetzt die Spuren des sagenumwobenen Piraten verfolgt und die Legenden hinterfragt. Zu sehen ist der 60-minütige Film „Der wahre Schatz des Störtebeker“ am Mittwoch, 26. Dezember, im NDR Fernsehen.

Gedreht wurde an Originalschauplätzen in ganz Norddeutschland, Schweden, Dänemark und Norwegen. Der Film gibt einen faszinierender Einblick in eine längst vergangene Welt, in der jenseits aller Mittelalterromantik knallharte Machtpolitik, Raub und Mord an der Tagesordnung waren.

Mithilfe von namhaften Wissenschaftlern gelingt es dem NDR Autor Arne Lorenz zum ersten Mal, den geheimnisvollen Schleier, der über Störtebekers Leben liegt, ein Stück weit zu lüften. Denn neueste Erkenntnisse lassen vermuten, dass der Mann hinter der Legende gar nicht derjenige war, für den man ihn jahrhundertelang gehalten hat.
Nicht weniger faszinierend ist die Bedeutung Störtebekers für die Gegenwart. In Norddeutschland kennt ihn fast jedes Kind. Von Stralsund bis Emden profitiert eine dankbare Tourismusindustrie von der Legende und vom Mythos des Piraten. Auch die kulturelle Wirkung Störtebekers ist gewaltig: Festspiele wie in Ralswiek auf Rügen locken jährlich Tausende von Zuschauern auf die Insel. Museen verwahren geheimnisvolle und schauderhafte Relikte, unzählige Folkloregruppen zelebrieren Mittelalterstimmung in seinem Namen. Und viele Städte entlang der norddeutschen Küste feiern alljährlich Begebenheiten, die Klaus Störtebeker zugeschrieben werden und ihn zumeist als freigiebigen Wohltäter huldigen.


Ähnliche Beiträge