Über die Zusammenarbeit von Staatssicherheit und RAF
Sendetermin: Mittwoch, 4.Juli 2007 | 20.15 bis 21.00 Uhr | NDR 1 Radio MV

30 Jahre nach dem sogenannten Deutschen Herbst 1977 bewegt die Rote Armee Fraktion (RAF) noch immer viele Menschen in Deutschland. Es gab Diskussionen um die vorzeitige Entlassung der Terroristin Brigitte Mohnhaupt und es gibt Streit über den Umgang mit den Ex-Terroristen überhaupt. Aktuelles Beispiel ist das schließlich abgelehnte Gnadengesuch von Christian Klar.

Eine bislang wenig beachtete Rolle spielten dabei die DDR und das Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Ab 1980 bot die DDR zehn Terror-Aussteigern Asyl, sie begannen hier ein neues Leben. Unter ihnen waren auch Henning Beer und Silke Maier-Witt, die nach der Wende in Neubrandenburg festgenommen wurden.

Die Aufarbeitung durch die Birthler-Behörde ist weitgehend abgeschlossen. NDR 1 Radio MV sucht im Forum am 4. Juli Antworten auf die Fragen: Welche Motive hatte die DDR-Führung, die RAF-Aussteiger vor der Strafverfolgung zu schützen? Was wussten Regierung und Geheimdienste in der Bundesrepublik? Was haben die Ex-Terroristen der Staatsicherheit als Gegenleistung erbracht?
Antworten geben unter anderen der ausgewiesene Experte der Birthler-Behörde in Sachen RAF und Staatssicherheit, Tobias Wunschik, oder Wolbert Smidt, ein ehemaliger Direktor des Bundesnachrichtendienstes. Mit historischem Tonmaterial, Zeitzeugen und neuen Aktenauszügen rekonstruiert NDR Redakteur Wolfram Dietrich dieses Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte: „Der Feind des Feindes ist unser Freund“ – Über die Zusammenarbeit von Staatssicherheit und RAF –  zu hören im Forum am Mittwoch, 4. Juli, von 20.15 bis 21.00 Uhr auf NDR 1 Radio MV – Für uns in Mecklenburg-Vorpommern.