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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Das Sportjahr 2014 im Rückblick – auch aus Rostocker Sicht

Nachgefragt beim Stadtsportbund Rostock

Das Jahr 2014 ist auf der Zielgeraden. Zwar gibt es noch die Handball-EM der Frauen in Kroatien/Ungarn, die WM im Frauen-Boxsport in Jeju oder die Weltcup-Wettbewerbe im Wintersport, aber die bisherigen elf Monate boten bereits kleinen wie großen Sport auf höchstem Niveau.

Aus deutscher Sicht gab es einige große Erfolge, so unter anderem das zweifache Olympia-Gold der alpinen Ski-Rennfahrerin Maria Höfl-Riesch, das goldene Olympia-Rodel-Team um Natalie Geisenberger & Co., der großartige nordische Kombinierer Eric Frenzel oder auch das in Sotschi so erfolgreiche Skispringer-Team. Glanzvoll präsentierte sich ebenfalls die Alpine Anna Schaffelhuber, die fünfmal Gold bei den Winter-Paralympics erkämpfte.

Deutschland bewies wieder einmal, dass es ein Fußball-Land ist. Die deutschen Herren mit dem gebürtigen Greifswalder Toni Kroos wurden Weltmeister, die deutschen Frauen gewannen den renommierten Algarve-Cup und hoffen auf eine goldene WM 2015 in Kanada.

In der Formel 1 lieferten sich Lewis Hamilton und Nico Rosberg ein packendes Duell um den WM-Titel. Alter und neuer Schach-Weltmeister ist Magnus Carlsen und der Schweriner Jürgen Brähmer ist zudem Profi-Box-Weltmeister der WBA.

In Rostock sorgten wieder die Segler, Short Tracker, Ruderer, die Raelert-Triathlon-Brüder, die Leichtathleten, die Wasserspringer  und Ballspieler für Schlagzeilen und Furore. Allmählich ist jedoch auch in Rostock der „Sport 2014“ auf der Zielgeraden – zwischen der Landesturnschau am 6.Dezember und dem Silvesterlauf am 31.Dezember…

Wie beurteilt nun – kurz vor Ultimo – Dr. Roland Bothe, Geschäftsführer des Stadtsportbundes Rostock, das Rostocker Sportjahr?!

Nachgefragt

Frage: Das Sportjahr 2014 ist im Endspurt. Wie lautet Ihr Resümee aus Rostocker Sicht?

Dr. Roland Bothe: Die großen sportlichen Kracher gab es 2014 wohl nicht! Aber, von der großen Öffentlichkeit kaum registriert und mit einer nur kurzen Mediennotiz versehen, erinnere ich an die tollen Leistungen Rostocker Sportler bei den diesjährigen Masters: Christiane Schmalbruch (77) wurde dreifache Weltmeisterin in den leichtathletischen Sprungdisziplinen, Siegfried Jozlowski errang in Belgrad zum siebenten Mal den Weltmeistertitel im Freistilringen und der deutlich jüngere Ringer Martin Buhz wurde Vizeweltmeister im freien Stil. Herzlichen Glückwunsch!

Die gesamte Vereinslandschaft im Rostocker Sport hat sich im Stadtgebiet weiter kontinuierlich und gut entwickelt. Die Mitgliederzahl hat sich in den vergangenen Jahren stetig auf jetzt über 45.000 entwickelt. Gegenwärtig trainieren diese Sportlerinnen und Sportler in 200 Rostocker Sportvereinen. Tendenz steigend! Immer wieder hört man aus Vereinen, dass die Übungs-und Trainingsstätten nicht reichen! Das ist sicher so.  Es gibt aber auch Reserven, die durch bessere vereinsübergreifende Absprachen und manchmal auch einfach durch Zusammenrücken erschlossen werden könnten.

Frage: Was waren für Sie – jenseits der Rostocker Sportgrenzen – die Highlights des Sportjahres 2014? Wer waren – ganz subjektiv betrachtet – Ihre Sportlerin bzw. Ihr Sportler des Jahres?

Dr. Roland Bothe: An der Fußballweltmeister-Mannschaft kommt man wohl in diesem Jahr nicht vorbei! Das war auch für mich das Highlight des Jahres. Aber auch unsere Skispringer haben im Mannschaftswettbewerb begeistert!

Frage: Es gab einige Erfolge für den Rostocker Sport, gerade in der Leichtathletik, im Wasserspringen, im Short Track, im Schwimmen, im Tauchsport bzw. Flossenschwimmen, im Ringen oder im Schach. Nicht „rund“ lief der Ball aber bei den Rostocker Hansa-Kickern und auch bei den Empor-Handballern… Wie ist Ihre Meinung zum „Ballsport-Standort Rostock“?

Dr. Roland Bothe: Die Basketballer des EBC liegen toll im Rennen. Hier wird z.Z. eine ausgezeichnete und erfolgreiche Arbeit geleistet! Bei den Sportarten Handball und Fußball bin ich nicht gut genug nah dran. Das „Nachplappern“ dessen, was in den Medien zu lesen ist, bringt nicht viel. Deshalb mein kurzes Fazit: Handball – gut, Fußball – enttäuschend!

Frage: Wie lässt eigentlich der „Big Boss“ des Stadtsportbundes Rostock ausklingen? Mit einem Silvesterlauf, mit dem obligatorischen Neujahrstauchen, mit einem Tanz bei einer Silvester-Party oder relaxt auf dem häuslichen Sofa…

Dr. Roland Bothe: In diesem Jahr werde ich am Silvestertag in Berlin unmittelbar am Brandenburger Tor mit Freunden feiern. In den Tagen davor sowie danach werde ich mich wie sonst auch mit Bewegung fit halten, ohne Stress und ohne Wettkampf.

Vielen Dank und einen guten Start 2015!

Marko Michels

 


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