Gäste, Gäste, Gäste beim 12. Filmfest Wismar und Kinderfilmfest NAUTILUS

Das Filmbüro M-V und dessen Kino lädt wieder zum Filmfest. M.M.

Am Freitag, den 29. Juni startet das Filmfest Wismar. Bereits im 12. Jahr präsentieren wir in der schönen Hansestadt die vom Land geförderten Filme in ihrer ganzen Vielfalt, in unterschiedlichen Genres und immer mit dem Blick auf und aus Mecklenburg-Vorpommern. Und wir begrüßen viele Filmemacher*innen und Protagonist*innen, die persönlich zur Präsentation der Filme anwesend sein werden und sich auf interessante Filmgespräche mit dem Publikum freuen.

Bereits zum Kinderfilmfest NAUTILUS ist die Schauspielerin Stefanie Bock, bekannt als Anni aus der Vorschulserie KiKANiNCHEN des KiKa! zu Gast. Gemeinsam mit den Kindermoderator*innen wird sie tagsüber durch das NAUTILUS-Filmprogramm führen.

Zur großen Eröffnung am 29. Juni um 19:30 Uhr wird zur Mecklenburg-Vorpommern Filmpremiere von DER LETZTE JOLLY BOY der Regisseur Hans-Erich Viet mit seinem Protagonisten, den 97jährigen Shoa- Überlebenden Leon Schwarzbaum, und dem Filmteam begrüßt.

Am Samstag, den 30. Juni, stellt Regisseur und Maler Berthold Bock sein Malerei- Film Projekt COLONNA vor, im Anschluß wird in der Mecklenburg-Vorpommern Filmpremiere der Webserie #SITCOMOPERA-MINIBAR in 21 Episoden die Regisseurin Theresa von Halle, der Komponist Sven Daigger sowie weitere Mitglieder der jungen  norddeutschen philharmonie aus Rostock vor Ort sein.

Regisseurin Juliane Ebner präsentiert danach ihren preisgekrönten Kurzfilm LANDSTRICH. Der hat den deutschen Filmpreis, die Goldene Lola, in der Kategorie Experimentalfilm 2017, gewonnen.

Zur Vorführung von ÜBER LEBEN IN DEMMIN, dem großartigen Zeitdokument von Regisseur Martin Farkas, wird das Ehepaar Clemens aus Demmin erwartet. Sie haben den Regisseur fachlich beraten, die Dreharbeiten intensiv begleitet und vertreten Martin Farkas, der wegen aktueller Dreharbeiten nicht anwesend sein kann.

Im Dokumentarfilm FRAU METALL sprühen nicht nur Funken aus Metall, sondern auch, wenn die bekannte Mecklenburger Künstlerin Takwe Kaenders über die Leinwand wirbelt. Regisseurin Lih Janowitz und Takwe Kaenders werden zur Weltpremiere mit dem Filmteam und weiteren Protagonist*innen anwesend sein. Während der Dreharbeiten entwickelte Takwe Kaenders das Metallobjekt KOKON, das dem Kokon eines Tieres nachgebildet ist – auch KOKON ist während des Filmfestes im Garten des Filmbüro MV ausgestellt.

Den Filmfest-Samstag wird mit WILDES HERZ beschlossen, dem wuchtigen Dokumentarfilm, der mittlerweile Rekorde in den deutschen Kinos bricht. Gäste sind Sebastian Schultz, der gemeinsam mit Schauspieler Charly Hübner Regie geführt hat und die Eltern des Protagonisten Jan „Monchi“ Gorkow, Axel und Angela Gorkow. Monchi ist mit Feine Sahne Fischfilet am Samstag natürlich auf Tournee.

Am Sonntag, den 1. Juli werden gleich ab 10:00 Uhr kleine Filmtalente begrüßt, die uns auf der filmischen Reise zu 10 Jahren Kinderfilmfest NAUTILUS begleiten werden. In dem vielseitigen Programm wird auf 10 erfolgreiche Jahre mit großartigen Kinderfilmen aus Mecklenburg-Vorpommern zurückgeblickt.

Zum Kurzfilmprogramm am Nachmittag ist das Filmteam des Jugendfilmprojektes LANKOW, der Geschichte eines geschleiften Dorfes im Gemeindegebiet Dechow, Landkreis Nordwestmecklenburg, zu Gast. Es wird auch Herrn Erhard Steding erwartet, ein ehemaliger Bewohner Lankows.

Für alle Fans des sehr erfolgreichen und auf internationalen Filmfestivals gefeierten Film DER FÄHRMANN UND SEIN FRAU gibt es ein Wiedersehen mit den beiden Regisseurinnen Johanna Huth und Julia Gechter. Sie stellen ihren neuen Kurzfilm NACH PARCHIM persönlich vor und bringen auch den Protagonisten des Films, den 9-jährigen Syrer Moner mit. NACH PARCHIM ist ein kurzer, großer Film über Flucht und Vertreibung aus Kriegsgebieten, für Moner aus Syrien und für die 91-jährige Ulla, die zweite Protagonisten des Films, aus Ostpreußen.

Im Abschlußfilm des diesjährigen Filmfestes wird zum Dokumentarfilm SPK KOMPLEX des preisgekrönten Regisseurs Gerd Kroske eingeladen. Er zeigt eine bei großen Teilen der Bevölkerung unbekannte politische Bewegung. SPK KOMPLEX feierte auf der diesjährigen Berlinale seine Weltpremiere und zeigt das 1970 gegründete „Sozialistische Patientenkollektiv“, kurz SPK, um den Assistenzarzt Wolfgang Huber in Heidelberg, der eine antipsychiatrisch ausgerichtete Gruppe gründete und die damalige Behandlung von psychisch Kranken als „Verwahr-Psychiatrie“ kritisierte. Regisseur Gerd Kroske recherchiert bereits an seinem neuen Film und kann nicht anwesend sein.

Die Filmförderung lädt alle Interessierten herzlich ein zum 12. Filmfest Wismar! Das Filmfest startet am Freitag, 29. Juni ab 10:00 Uhr im Kino im Filmbüro, Bürgermeister-Haupt-Str. 51, Haus 3, Wismar.

Sabine Matthiesen, Filmfest Wismar