Skip to main content

Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Crivitzer Tafel jetzt im Diakoniehaus

Lebensmittel aus dem Keller

Der Umzug der Crivitzer Tafel ist geglückt – seit dem 28. Januar werden die Lebensmittel in den neuen Räumen im Keller des Diakoniehauses ausgegeben.  Die Außenstelle der Schweriner Tafel im Haus des Diakoniewerks neues Ufer gGmbH bietet jeden Mittwoch von 10:00 bis 12:00 Uhr Lebensmittel für Bedürftige an. Ein Einkauf kostet dabei einen Euro.

Und bei den Lebensmitteln alleine soll es nicht bleiben – in nächster Zeit soll auch die Kleiderkammer in das Diakoniehaus umziehen, denn die Räume am Bahnhof waren einfach zu klein geworden. „Immer mehr Menschen haben nicht mehr genug Geld, um sich zu ernähren und zu kleiden,“ sagt Mitarbeiterin Sybille Jorzik. Und genau an diesem Punkt setzt die Tafel an. „Die Lebensmittel, die wir hier ausgeben, würden sonst von den Firmen weggeworfen, weil beispielsweise das Verfallsdatum erreicht ist, oder die Blätter ein bisschen welken oder weil Konserven eine Delle haben, dabei sind die Lebensmittel noch voll in Ordnung“, so Jorzik. „Wir bekommen alles mögliche, Obst und Gemüse, abgepackten Aufschnitt, Mehl, Nudeln und Konserven aller Art“. Die rund 50 regelmäßigen Besucher der Tafel haben diese Lebensmittel fest eingeplant, sonst würde bei vielen kaum noch etwas auf dem Tisch stehen. „Allerdings werden es immer mehr Kunden“, sagt Sybille Jorzik:“ aber wir haben für alle genug Lebensmittel“. Oft kommen die Menschen aber auch wegen der Kleiderkammer – besonders noch gute Kinderkleider werden immer gebraucht, denn oft wachsen die Kleinen aus den Sachen, bevor sie abgetragen sind, da nimmt die Kleiderkammer gerne Spenden an. Für bedürftige Crivitzer ist das Angebot des Diakoniehauses eine große Unterstützung.  Außerdem schätzen die Besucher die Möglichkeit, in der Begegnungsstätte noch einen Kaffee zu trinken, oder sich gleich mit einer warmen Suppe  zu stärken. Das Suppe-Kochen und die Warenausgabe machen  Mitarbeiter der angeschlossenen Tagesstätte und der Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung  – man hilft sich eben einfach gegenseitig.


Ähnliche Beiträge