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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Chaostage bei der Bahn – Grüne kritisieren Informationspolitik

Schwerin. Bündnis 90/Die Grünen kritisieren die unzureichende Informationspolitik der Bahn angesichts der ab heute wirksamen Streckensperrung zwischen Schwerin und Holthusen.

Die Grünen fordern die Landesregierung auf, wegen des schlechten Services, die Zahlung von Regionalisierungsmitteln an die Deutsche Bahn für die Zeit der Streckensperrungen zu reduzieren.

„Es fand nach meiner Kenntnis keine rechtzeitige Information in den Zügen und über die Presse statt, so dass auch Berufspendler von den Fahrplanänderungen überrascht wurden,“ kritisiert Jürgen Suhr, Sprecher der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern: „Das Management und die Informationspolitik der Bahn waren absolut mangelhaft. Es ist nicht zu rechtfertigen, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern dafür Mittel einsetzt.

Die Landesgrünen listeten zahlreiche Mängel auf. So fanden sich auf den gelben Abfahrtsfahrplänen, die von den meisten Fahrgästen genutzt wurden, keinerlei Hinweise auf Veränderungen bei den Zugabfahrten. Auf den Bahnhöfen Schwerin und Rostock gab es zum normalen Abfahrtzeitpunkt auf den großen Anzeigetafeln keine Informationen zu den ausgefallenen Zügen. Die Anzeigetafeln auf den Bahnsteigen bleiben ohne jede Angabe. Im Regionalexpress von Rostock nach Schwerin wurde empfohlen, in Bad Kleinen umzusteigen, um schneller Hamburg zu erreichen, während dann auf dem Bahnsteig in Bad Kleinen die Ansage erfolgte, bis nach Schwerin zu fahren und dort in den Schienenersatzverkehr umzusteigen.

Übersichtliche Fahrpläne standen nicht zur Verfügung. Auf den Bahnhöfen in Rostock und Schwerin waren die erheblichen Änderungen offenbar auch kein Anlass, den Servicepoint personell besser zu besetzen, um die Fragen der Reisenden zu beantworten, so dass sich dort Schlangen bildeten. „Die Bahn hat wirklich nichts ausgelassen um Bahnfahrer zu verärgern“, sagte Suhr: „Wer eine IC-Fahrkarte gekauft und den IC verpasst hatte, weil dieser gut 40 Minuten früher abgefahren war als üblich, musste nicht nur auf den nächsten Regionalexpress warten, sondern bekam die Mehrkosten für die IC-Fahrkarte vor Ort auch nicht erstattet. Man könne die Fahrkarte ggf. per Post einsenden, lautete die lapidare Antwort“.


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