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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Bildungsland Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern investiert mehr in Bildung als das reiche Bayern
„Bildung zu finanzieren, heißt in die Zukunft zu investieren“, mit diesen Worten präsentierte heute der stellv. SPD-Landesvorsitzende und hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Mathias Brodkorb einen Finanzvergleich der Bildungsausgaben Mecklenburg-Vorpommerns mit denen vergleichbarer westdeutschen Flächenländer.

Im Jahr 2002 gab Mecklenburg-Vorpommern einwohnerbezogen für Kindertagesstätten, Schulen, Hochschulen und Forschung 45 Mio. Euro mehr aus als das reiche Bundesland Bayern. Im Vergleich zu Ländern wie Schleswig-Holstein und Niedersachsen waren es sogar Mehrausgaben in Höhe von 169 Mio. Euro. Hierzu Brodkorb: „Schon heute nimmt unser Bundesland trotz seiner schwierigen Haushaltslage in der Bildungsfinanzierung deutschlandweit einen Spitzenplatz ein.“

Bis 2020 wird Mecklenburg-Vorpommern wie ganz Ostdeutschland etwa 10-13 % seiner Einwohner verlieren. Mit dem Verlust an Einwohnern erhält Mecklenburg-Vorpommern über die Pro-Kopf-Zuweisungen des Bundes bis zum Jahr 2020 mehr als 500 Mio. € weniger finanzielle Mittel. Zugleich halbieren sich aufgrund des Geburtenrückgangs nach der Wende Schüler- und Studierendenzahlen. Hierzu erklärte Brodkorb: „Wenn wir zukünftig einerseits weniger Geld bekommen, aber andererseits auch weniger Schüler und Studenten haben, können wir die derzeitigen Strukturen so nicht weiterfinanzieren.“

Diesen Herausforderungen stellt sich die SPD: So ist z. B. bis 2017 ein maßvoller Abbau der Stellen an den Hochschulen von 18 % geplant. Gleichzeitig wird aber die Zahl potenzieller Studierender aus Mecklenburg-Vorpommern bis 2020 um etwa 50 % zurückgehen. Die Ausgabendifferenz von 32 % kann nach 2010 dazu genutzt werden, die Studienbedingungen schrittweise weiter zu verbessern.

„Unser Ziel ist klar“, so Mathias Brodkorb, „wir wollen den wirtschaftlichen Aufstieg Mecklenburg-Vorpommerns organisieren, dafür brauchen wir optimale Bildungssysteme und die fähigsten Köpfe.“


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