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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Biathlon-WM 2017 mit erster Entscheidung

Mixed-Gold für Deutschland /Doping-Diskussionen um das russische Team…

Heute begannen nun die 49.Biathlon-Weltmeisterschaften in Hochfilzen mit dem Mixed-Wettbewerb.

Erstes WM-Mixed-Gold 2005 an Russland

In Chanty-Mansijsk 2005 gab es die erste WM-Entscheidung in der Mixed-Staffel und das russische Team in der Besetzung Olga Pylewa, Swetlana Ischmuratowa, Iwan Tscherez und Nikolai Kruglow junior holte sich seinerzeit das weltmeisterliche Premieren-Gold.

Dreimal Mixed-Gold für Deutschland

Deutsche Mixed-Staffeln konnten ebenfalls bereits über Gold jubeln, so 2008 in Östersund in der Besetzung Sabrina Buchholz, Magdalena Neuner, Andreas Birnbacher bzw. Michael Greis, 2010 in Chanty-Mansijsk in der Besetzung Simone Hauswald, Magdalena Neuner, Simon Schempp bzw. Arnd Peiffer und gerade aktuell, 2017, in Hochfilzen in der Besetzung Vanessa Hinz, Laura Dahlmeier, Arnd Peiffer bzw. Simon Schempp.

Das deutsche Quartett gewann damit die insgesamt zwölfte WM-Entscheidung in der Mixed-Staffel, hat in dieser Biathlon-Disziplin bislang 3 x Gold, 2 x Silber, 3 x Bronze erkämpft und ist in puncto „WM-Mixed-Staffeln“ genau so erfolgreich wie das bis dato führende Norwegen, das auch auf 3 x Gold, 2 x Silber, 3 x Bronze kommt.

Die anderen in dieser Disziplin mit WM-Medaillen dekorierten Länder sind Frankreich (2 x Gold, 4 x Silber, 2 x Bronze), Russland (2 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze), Schweden (1 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze), Tschechien (1 x Gold, 1 x Bronze) sowie Weissrussland und Slowenien (jeweils 1 x Silber).

Besonders erfolgreich bei den Mixed-Wettkämpfen: Tora Berger

Die meisten WM-Medaillen in der Mixed-Staffel sicherte sich bislang die Norwegerin Tora Berger mit 3 x Gold, 2 x Silber, 1 x Bronze.

2,2 Sekunden Vorsprung

Die WM-Entscheidung in der Mixed-Staffel 2007 ging aktuell mit einem Vorsprung von 2,2 Sekunden vor Frankreich (Zweiter) und von 3,2 Sekunden vor Russland (Dritter) an das deutsche Mixed-Quartett.

So weit, so schön.

Doping-Diskussionen nicht nur am Rande

Für erhebliche Diskussionen sorgte der Einsatz von Alexander Loginow in der russischen Mixed-Staffel 2017. Dieser war 2014 wegen EPO-Dopings für zwei Jahre gesperrt worden, durfte nun bei den WM 2017 wieder dabei sein.

Insbesondere der französische Erfolgs-Biathlet Martin Fourcade erregte sich darüber und man kann über die Nominierung Loginows durchaus geteilter Meinung sein. Das gilt aber generell für Doping-Vergehen. Es erscheint sinnvoll, längere und härtere Strafen gegen Doping-Sünderinnen und -Sünder durchzusetzen.

Nur, dass gerade ein Franzose diese Diskussion anführt, verwundert doch etwas. Im Jahr 2015 sorgte in Frankreich eine vom Fernsehsender „France 2“ in Auftrag gegebene Studie des Sportphysiologen Pierre Sallet zur Einnahme von Dopingmitteln für viel Aufregung. Bei diesem Experiment verzeichneten die sportlichen Probanden mit den verschiedensten Dopingmitteln deutliche Leistungssteigerungen und wurden nicht erwischt.

Es ist schon sportliche „Bigotterie“, wenn allein Russland an den Pranger gestellt wird, aber die nicht minder widerlichen Doping-Praktiken in anderen Ländern ungesühnt bleiben. Wie war es denn in  der früheren DDR und im früheren Westdeutschland?! Noch immer werden viele vermeintliche ostdeutsche und westdeutsche Sporthelden von einst gelobhudelt, obwohl hinlänglich bekannt ist, dass diese Erfolge nur durch Betrug zustande kamen. Ähnlich war es in den USA und  in anderen Ländern Westeuropas. Von der aktuellen Doperei weltweit 2016/17 ganz zu schweigen…

Irgendwie erscheint der Leistungssport mit seinen nicht immer gerade sympathischen Stars in der Gegenwart als Auslaufmodell. Zu viel Verlogenheit. Zu viel Trickserei. Zu viel Kommerz, Politik und Profit-Gier. Und zu viele Millionarios im Profi-Fussball, Profi-Boxen, Profi-Rennsport und Profi-Tennis.

Das soll Sport sein?! Dann: Nein, danke!

Glücklicherweise gibt es noch urige, sympathische Sportlerinnen a la Laura Dahlmeier oder Vanessa Hinz…

Weitere Informationen unter www.hochfilzen2017.at .

Marko Michels

 


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