Sommerschule an der Universität Rostock diskutiert über Theorien des Relationalen

Die Organisatoren der Sommerschule v. l.: Valerie Kiendl aus Würzburg, Christoph Behrens und Christoph Groß aus Rostock (Copyright: Universität Rostock/Thomas Rahr)

Vom Online-Dating bis hin zum Networking im Beruf: Unser Alltag ist geprägt von der fortwährenden und emsigen Arbeit an Beziehungen. Ob im Beruf oder im Alltag beständig tritt man in Relation zu anderen Menschen.

Gleichzeitig bestimmen die technisch-medialen Neuerungen die Bedingungen und Möglichkeiten dieses In-Beziehung-Tretens immer wieder neu und bringen neue Formen von Relationalität, also ein Geflecht von unterschiedlich komplexen Beziehungen, hervor, die stetig im Wandel sind.

Den literarischen und medialen Horizonten sowie theoretischen Zwickmühlen dieser Beziehungsweisen auf den Grund zu gehen, hat sich in diesem Sommer eine literaturwissenschaftliche Sommerschule an der Universität Rostock zur Aufgabe gemacht.

Vom 10. bis zum 14. September 2018 treffen sich Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen aus Deutschland und der Welt zur literaturwissenschaftlichen Sommerschule „Beziehungsweise(n). Relation und Relationalität in den Literaturen und Kulturen der Romania“.

In Workshops soll gemeinsam mit Experten und Expertinnen zu theoretischen Zugängen zu Beziehungsweisen und deren historischer Entwicklungen geforscht werden.

Die Sommerschule wird von drei jungen Kulturwissenschaftlern – Christoph Behrens, Christoph Groß und Valerie Kiendl – organisiert. Sie eint das gemeinsame Interesse am facettenreichen Theoriefeld der Relationalität.

Wie bereits im März 2015 mit dem Forum Junge Romanistik zum Thema „(Un)Sichtbarkeiten“ präsentiert sich mit der aktuellen literaturwissenschaftlichen Sommerschule die Universität Rostock als interdisziplinärer Kreuzungspunkt des romanistischen Nachwuchses im Norden Deutschlands. Gefördert wird diese Sommerschule vom Deutschen Romanistenverband (DRV), dem führenden wissenschaftlichen Fachverband der Romanistik im deutschsprachigen Raum.

Er vertritt die Interessen aller Forschenden und Lehrenden in der Romanistik, setzt sich für die Präsenz der romanischen Sprachen an den Universitäten ein und vermittelt Kontakte innerhalb des Netzwerks der Romanisten und Romanistinnen sowie an Politik und Medien.

Zur Eröffnung der Sommerschule spricht die Philosophin Mirjam Schaub über „Affektökonomie im digitalen Zeitalter – aus alt mach’ neu?“. Der Vortrag ist öffentlich. Er findet am 10. September um 10:45 Uhr im Universitätshauptgebäude statt.

Pressemitteilung der Universität Rostock