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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Betreuungsgeld hilft Kindern nicht

SPD-Fraktionsvorsitzender Schlotmann bezeichnet Betreuungsgeld als familienpolitischen Rückschritt

Volker Schlotmann, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern, kritisierte die heute bekannt gewordenen Pläne von Bundesfamilienministerin von der Leyen, zusätzliche Zahlungen für die Erziehung von Kleinkindern gesetzlich festzuschreiben:

„Ein so genanntes Betreuungsgeld wäre familienpolitisch ganz klar ein Rückschritt. Denn viele Familien aus bildungsfernen Schichten würden ihre Kinder lieber zu Hause betreuen, wenn sie dafür zusätzlich Geld bekämen. Gerade diese Kinder profitieren aber ganz besonders vom Besuch einer Krippe. Ein Betreuungsgeld hilft Kindern also nicht, sondern kann sich sogar zu ihrem Nachteil auswirken. Dies ist nicht mit einer modernen Familienpolitik vereinbar. Höhere finanzielle Leistungen für Familien müssen Kindern direkt zugute kommen, nicht den Eltern. Ich fordere die Bundestagsabgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern aller Parteien deshalb auf, sich gegen diesen Vorschlag einzusetzen.

Bundesfamilienministerin von der Leyen selbst hat das Betreuungsgeld noch vor wenigen Wochen als ‚bildungspolitische Katastrophe’ bezeichnet – zu Recht! Umso ärgerlicher ist es, dass sie sich an diesem Punkt nicht in ihrer eigenen Partei durchsetzen konnte“ so Schlotmann.


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