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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Bessere Versorgung für in der DDR Geschiedene angestrebt

Gleichstellungsbeauftragte lädt zum Infoabend ein

Frauen, die nach DDR-Recht geschieden wurden, erhalten künftig möglicherweise eine bessere Rentenversorgung. Die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Berlin haben gestern einen entsprechenden Antrag in den Bundesrat eingebracht. Vor diesem Hintergrund lädt die Familien- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Greifswald, Ines Gömer, betroffene Frauen am Montag, dem 20. September, um 17.00 Uhr zu einem Informationsaustausch in das Quartiersbüro Fleischervorstadt ein.

„Es geht um die Frage: Was kann ich persönlich noch tun, um den Antrag, der am 24. September beraten wird, zu unterstützen“, erläutert Ines Gömer ihr Anliegen. Immerhin geht es nach Angaben der Staatskanzlei von Mecklenburg-Vorpommern in den meisten Fällen um rund 50 Euro je Betroffene und Monat.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hatte gestern vor dem Bundesrat erklärt: „Die vor der Einheit Geschiedenen werden immer noch massiv benachteiligt. Es kann nicht sein, dass eine Frau, die in Wismar geschieden wurde, seit vielen Jahren schlechter gestellt wird als eine Frau in vergleichbarer Situation in Wiesbaden.“ Es müsse eine Frage der Gerechtigkeit sein, für die jetzt im Alter oft am Existenzminimum lebenden Frauen eine faire Lösung zu finden. „Dass für die in der DDR Geschiedenen aufgrund dieser Gesetzeslage eine Sonderlösung gefunden werden muss, war den Urhebern des Einigungsvertrages bewusst“, so Sellering.


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