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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Berufsorientierung: „Komm auf Tour“ – Abenteuer Zukunft!

Westmecklenburger Jugendliche entdecken ihre Stärken

„komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“: Start des Projektes zur Berufsorientierung und Lebensplanung für Schülerinnen und Schüler in Westmecklenburg mit einem innovativen Erlebnisparcours in Schwerin. Eine Initiative der Agentur für Arbeit Schwerin und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).  „Du kannst mehr, als du bislang weißt. Probier aus, was dir Spaß macht, zuhause, in der Schule und im nächsten Praktikum.“ So lautet eine zentrale Botschaft des Projekts „komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“, das heute in Schwerin beginnt.

570 Jugendliche der 7. und 8. Klassen Westmecklenburger Regionalschulen entdecken bis zum 15. Dezember 2011 in einem 500 Quadratmeter großen Erlebnisparcours ihre Stärken. Mit Tempo geht es handlungsorientiert durch sechs Stationen: vom Reiseterminal über den Zeittunnel ins Labyrinth und von der sturmfreien Bude über die Bühne in die Auswertung. Je nach Wahl von Aufgabe und Lösungsweg vergibt die Moderation verschiedene Stärken an die Schülerinnen und Schüler. An so genannten „Stärkeschränken“ mit spannenden Materialcollagen erfahren die Jugendlichen am Schluss, welche Tätigkeiten und Berufsfelder zu ihren Stärken passen. Auf diese Weise werden Jugendliche frühzeitig und handlungsorientiert unterstützt, verschiedene Wahlmöglichkeiten für die geschlechtersensible Gestaltung ihrer beruflichen und ihrer persönlichen Zukunft zu erkennen.

Studien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) belegen den Einfluss eingeschränkter Berufsperspektiven bildungsferner Jugendlicher auf deren persönliche Lebensgestaltung. In der Tendenz riskieren sie häufiger ungeplante Schwangerschaften und haben eher Schwierigkeiten, gleichberechtigte Beziehungen aufzubauen. Die Entwicklung realisierbarer Zukunftsperspektiven ist neben Verhütungsinformation der wirkungsvollste Beitrag zur Prävention unerwünschter Schwangerschaften. Dazu gehören die Entwicklung eines gesunden Selbstbewusstseins und das Vertrauen in die eigenen Stärken. Diese zu kennen, hilft weiter: im Alltag, in Beziehungen und natürlich vor allem, wenn die Berufswahl ansteht.

Die Berufsberaterinnen und Berufsberater der Schweriner Arbeitsagentur sind in den Parcours fest eingebunden. Sie können so auf den Erfahrungen von „komm auf Tour“ in den weiteren Berufsorientierungen, individuellen Beratungen und der Vermittlung einer Berufsausbildungsstelle aufbauen.

Über den Erlebnisparcours hinausgehend fördert „komm auf Tour“ auch die Zusammenarbeit von Schulen, Eltern und anderen Partnerinnen und Partnern der Berufsorientierung und Lebensplanung. Die Mütter und Väter der teilnehmenden Jugendlichen erfahren bei einem Informationsabend im Erlebnisparcours, wie sie ihre Tochter oder ihren Sohn bei dem Prozess der Berufswahl und Lebensplanung bis zum Schulabgang konkret unterstützen können. Die Lehrkräfte erhalten Anregungen, um die Themen in der Schule nachhaltig zu vertiefen.

Im Projekt „komm auf Tour“ in Westmecklenburg arbeiten folgende Netzwerkpartner und regionale Akteurinnen und Akteure der Berufsorientierung und Lebensplanung zusammen:

– Agentur für Arbeit Schwerin – Berufsberatung und Berufsinformationszentrum (BiZ)
– ALL Pütter gGmbH – Produktionsschule Westmecklenburg
– Handwerkskammer Schwerin
– IMPULS MV – Regionalstelle Westmecklenburg für
– Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt
– Industrie- und Handelskammer zu Schwerin
– Insel e.V.
– Landesarbeitsgemeinschaft SchuleWirtschaft MV
– Landesfrauenrat MV e.V.
– ParMA – Parchimer Übergangsmanagement Schule-Beruf
– Schweriner Bildungswerkstatt e.V.
– VSP gGmbH Kompetenzagentur Schwerin

Informationsabend für Eltern:
Mittwoch, 14. Dezember 2011 von 19.00 bis 20.30 Uhr im belasso – Deine Welt., Ellerried 74, 19061 Schwerin

Zusatzangebot für Schulen
Das Projekt „komm auf Tour“ ist mit weiteren landes- und bundesweiten Projekten der vertieften Berufsorientierung sowie der Lebensplanung verknüpft. Die Schulen werden hierüber durch die regionalen Akteurinnen und Akteure in den Begleitveranstaltungen informiert.


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