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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Bericht zur Baukultur noch im Jahr 2009

Schlotmann: Gebautes ist Spiegelbild der GesellschaftNoch im Jahr 2009 wird die Landesregierung eine Unterrichtung zum Thema Baukultur über konkrete Ergebnisse und eingeleitete Aktivitäten zur Fortführung der Initiative „Baukultur Mecklenburg-Vorpommern“ vorlegen. In der Landtagsdebatte zu einem entsprechenden Antrag am Donnerstagabend betonte der Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung, Volker Schlotmann: „Die Weiterentwicklung der Baukultur ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, sowohl der staatlichen Ebene als auch privater Bauherren. Hohe Baukultur bedeutet einerseits, die Geschichte und Traditionen des Landes zu bewahren und andererseits auf moderne, innovative Architektur und nachhaltige Regional- und Stadtentwicklung zu setzen. Gebautes ist auch ein Spiegelbild unserer Gesellschaft.“

Baukultur ist im Landesraumentwicklungsprogramm als eine Leitlinie der Landesentwicklung formuliert. Auch sind als Beitrag zur Baukultur viele Landesbauten im Ergebnis von Architekturwettbewerben entstanden. Im Herbst 2008 wurde in einem Architekturwettbewerb ein Entwurf für das Physikalische Institut der Universität Rostock prämiert, in der kommenden Woche tagt das Preisgericht zum Architekturwettbewerb für die Hochschule Wismar. Auch der seit 1998 im zweijährigen Rhythmus durch das für Bau zuständige Ministerium und die Architekten- und Ingenieurkammer ausgelobte Landesbaupreis und weitere Auszeichnungen wie zum Beispiel zahlreiche Bauherrenpreise der Kommunen tragen zur Förderung der Baukultur bei. Darüber hinaus unterstützt das Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung die von der Architektenkammer ins Leben gerufenen Planerwerkstätten, in denenfür Problembereiche in Regionen, Städten und Dörfern Gestaltungs- und Entwicklungsvorschläge von Planern und Architekten erarbeitet werden. Bisher haben zehn Planerwerkstätten stattgefunden, die letzten in Dranske, Dorf Mecklenburg und Anklam. Für Mai 2009 ist eine Planerwerkstatt zur Ortsentwicklung von Peenemünde geplant.

„Es gibt schon heute viele bemerkenswerte Aktivitäten zur Verbreitung von Baukultur im Land, es bedarf aber einer noch stärkeren Vernetzung. Der Bericht über die Aktivitäten der Initiative Baukultur wird insofern eine gute Grundlage für die weitere Diskussion und die weitere Arbeit sein“, so der Minister in der Debatte.

Als erstes Bundesland wurde im Landtag Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2003 ein Beschluss zum Thema Baukultur gefasst, um durch einen breiten öffentlichen Dialog zum Thema eine Verbesserung der Baukultur im Land zu erreichen.


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