SPD-Abgeordnete Tegtmeier: Interventionsstellen helfen schnell und unbürokratisch
Die gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Martina Tegtmeier, widersprach heute der nach Medienberichten vom Landesrechnungshof geäußerten Kritik an den Beratungsstrukturen für Opfer häuslicher Gewalt.
„Der Landesaktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Kinder aus dem Jahr 2001 ist eine sehr gute Grundlage für die Prävention und Bekämpfung von häuslicher Gewalt. Seit 2001 hat die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern die Möglichkeit, die Täter in Fällen häuslicher Gewalt aus der Wohnung zu verweisen. Und um den Opfern nach der Gewaltsituation schnelle, qualifizierte opfergerechte Beratung geben zu können, wurden im Land fünf Interventionsstellen eingerichtet. In Fällen häuslicher Gewalt können also sofort im Anschluss an den Polizeieinsatz wichtige Daten an die örtlich zuständigen Interventionsstellen übermittelt werden. Wegen des Datenschutzes dürfen diese Interventionsstellen nicht mit anderen Beratungsangeboten verknüpft werden. Das ist aber alles andere als ineffizient, denn die Interventionsstellen haben schon vielen Opfern häuslicher Gewalt schnell und unbürokratisch geholfen“, so Martina Tegtmeier.

Sie betonte trotz der erreichten Erfolge auch, dass die Hilfe und die Reaktionssysteme zum Wohl der Opfer auch in Zukunft weiterentwickelt werden müssen, um noch frühzeitiger und wirksamer den Schutz der von Gewalt betroffenen Frauen und Kinder sichern zu können. „Jedes Opfer häuslicher Gewalt ist eines zuviel. Deshalb müssen wir bei häuslicher Gewalt weiterhin konsequent handeln und das derzeitige Beratungsnetz erhalten und weiterentwickeln. Im Übrigen haben wir es geschafft, bei den letzten Haushaltsberatungen Mittel einzustellen, um ein erfolgreiches Modellprojekte für direkt oder indirekt von häuslicher Gewalt betroffene Kinder fest etablieren zu können. Dies haben wir getan, weil die Notwendigkeit durch das Modellprojekt allein im Jahr 2006 2621-fach bewiesen wurde – dies ist die Zahl der erfassten betroffenen Kinder“, erklärte Martina Tegtmeier abschließend.