Wissenschaftlerin vom Thünen-Institut für Ostseefischerei gewinnt 2019 den Wettbewerb „Rostock’s Eleven“

Isabella Kratzer vom Thünen-Institut für Ostseefischerei ist die Gewinnerin des diesjährigen Wettbewerbs „Rostock’s Eleven“ (Foto: Thünen-Institut für Ostseefischerei/ Annemarie Schütz)

Isabella Kratzer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Thünen-Institut für Ostseefischerei, Rostock, hat den diesjährigen Kommunikationswettbewerb für Nachwuchsforscherinnen und -forscher „Rostock’s Eleven“ mit ihrem Vortrag „Perlen vor die Schweinswale“ gewonnen. Der Preis ist mit 365 Euro dotiert.

Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten der Doktorandin stehen die Schweinswale in der Ostsee. Ihr Hauptaugenmerk richtet sie dabei insbesondere auf die Tiere, die in Stellnetzen verenden, da ihr körpereigenes Sonar die Netze nicht als Hindernis erkennt. Isabella Kratzer erforscht, wie man die Netze so umbauen kann, dass sie für den Schweinswal akustisch „sichtbar“ werden. Kleine, durchsichtige Plexiglaskugeln könnten dafür eine Lösung sein. Eingeknüpft in den Stellnetzen klingen sie in Schweinswalsprache so groß wie ein Tischtennisball. Ob und wie die Schweinswale auf die Perlennetze reagieren, wird nun in Feldversuchen getestet.

Von der ersten Minute an gelang es Isabella Kratzer mit ihrem Vortrag das Publikum für ihre wichtige Forschungsarbeit zu gewinnen. Jurymitglied Ulrich Grünewald –  Physiker, Wissenschaftsjournalist und Filmemacher –  hob in seiner Laudatio hervor, dass Isabella Kratzer dem Auditorium spannende Forschung mit einer lebendigen Präsenz und tollen Bildern präsentiert habe.

Hintergrund: Seit 2009 veranstaltet der Verein [Rostock denkt 365°] den Nachwuchswissenschaftlerwettbewerb „Rostock’s Eleven“. Elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungseinrichtungen aus der Region Rostock treten dabei an, um ihre Forschungsprojekte und Ideen vor einer fachkundigen Jury aus Fachjournalisten vorzutragen.

Pressemitteilung der Universität Rostock