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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Arbeitsmarkt im Februar

Wirtschaftsminister Seidel: Leichter Anstieg – Chancen auf Qualifizierung nutzen

JSDie Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern ist im Februar leicht gestiegen. „Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise haben die Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern aber noch nicht in vollem Umfang erreicht“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Jürgen Seidel am Donnerstag in Schwerin. „Der Anstieg gegenüber dem Vormonat um 1.200 auf 136.000 macht das deutlich. Es ist auch festzustellen, dass mit der landesweiten Arbeitslosenquote von 15,5 Prozent der niedrigste Wert seit 1991 vorliegt.“

Seidel forderte die Unternehmen auf, die mit dem Konjunkturpaket der Bundesregierung verbundenen Chancen zu nutzen. „Die Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen kann in der Phase der Kurzarbeit genutzt werden, um die Beschäftigten weiter zu qualifizieren.“ Eine besondere Hilfe für Unternehmen stellt auch die Verlängerungsmöglichkeit der Kurzarbeit auf 18 Monate und die Verbindung mit der Möglichkeit zur Qualifizierung dar. So soll eine hälftige Erstattung der von den Arbeitgebern in den Jahren 2009 und 2010 bei Kurzarbeit allein zu tragenden Sozialversicherungsbeiträgen sowie volle Erstattung für die Zeiten der Qualifizierung während der Kurzarbeit erfolgen.

„Dadurch verbessern sich die Möglichkeiten für Unternehmen, die derzeitige konjunkturelle Lage zu überbrücken, ohne ihre eingearbeiteten Fachkräfte entlassen zu müssen“, sagte Seidel. Mit rund 400 hat sich die Zahl der Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern, die im Januar Kurzarbeit angezeigt haben, gegenüber dem Vorjahr etwa verdoppelt.

Für 2009 und 2010 stehen für Aktivierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen bundesweit zusätzlich 1,2 Mrd. Euro und 770 Mio. Euro zur Verfügung. Sie sollen insbesondere für Arbeitnehmer über 25 Jahre eingesetzt werden, die über keinen Berufsabschluss verfügen. Ansprechpartner sind die Agenturen für Arbeit und die Arbeitsgemeinschaften. „Wir werden mit allen Beteiligten weiter daran arbeiten, um in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation stabilisierend Einfluss zu nehmen“, sagte Seidel. „Ziel bleibt es, auch unter den gegenwärtig schwierigen weltwirtschaftlichen Bedingungen die Wirtschaft im Land weiter zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern.“


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