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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Amflora-Freigabe gefährdet gentechnikfreien Kartoffelanbau im Land

Mit der Zulassung des Anbaus der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora hat die EU-Kommission nach Ansicht des agrarpolitischen Sprechers der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack, im Handstreich die Interessen der BASF durchgesetzt und die berechtigten Sorgen und Anliegen der gentechnikfrei produzierenden Landwirte und der Verbraucher beiseite geschoben.

„Für den kommerziellen Anbau dieser Kartoffelsorte gibt es keine fachlich stichhaltige Begründungen“, erklärte Tack am Mittwoch. Auch andere herkömmliche Züchtungen könnten risikolos einen hohen Stärkeanteil produzieren und ohne Gefahren für andere Landwirte angebaut werden. „Aber daran hätte BASF nichts verdient, die zudem einen Türöffner für diese umstrittene Technik brauchte“, so Tack.

„Mit der Freigabe des Amflora-Anbaus wird der hochsensible Bereich des Kartoffelanbaus in Misskredit gebracht und in seiner Existenz gefährdet“, sagte Tack. Darüber hinaus werde die die Tourismusregion Müritz in ihrem Ruf für naturverträglichen Tourismus gefährdet.

„Gentechnikfrei produzierende Landwirte in der Nachbarschaft des Amflora-Anbaus können von ihrem Recht der Wahlfreiheit nicht mehr Gebrauch machen, da die Verbreitung der gentechnisch veränderten Kartoffel jederzeit möglich ist“, kritisierte Tack. Die Linksfraktion fordert von der schwarz-gelben Koalition in Berlin klare Anbauregelungen. „Schwarz-Gelb hat den Anbau der Amflora-Kartoffel sogar in ihrem Koalitionsvertrag aufgenommen und trägt damit die Hauptverantwortung für alle negativen Folgen dieser Entscheidung.“

Claudia Schreyer


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