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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Aktuelle Studie zum „Vernetzten Wohnen“ veröffentlicht

Das „intelligente Haus“ wird Wohnen erleichtern

Für 92 Prozent der befragten VNW-Mitgliedsunternehmen ist das Vernetzte Wohnen zukünftig ein wichtiges Vermietungsthema. Für 61 Prozent der Befragten werden Mietinteressenten künftig immer mehr auf das intelligente Haus achten.

Dies sind die Kernaussagen einer repräsentativen Online-Befragung im Mai 2010 durch das Hamburger Forschungsinstitut F + B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH in Zusammenarbeit mit der WTC Wohnen & TeleCommunication GmbH Hamburg/München im Auftrag des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. (VNW). Bei den befragten knapp 60 VNW-Mitgliedsunternehmen handelt es sich zu knapp zwei Drittel um Wohnungsgenossenschaften und bei rund einem Viertel um kommunale Wohnungsunternehmen.

Intelligentes Wohnen (Vernetztes Wohnen oder Smart Home) bezeichnet Lösungen im privaten Wohnbereich, bei denen technische Lösungen für die Mieter mehr Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und höheren Wohnkomfort in der eigenen Wohnung und im Wohngebäude schaffen. Diese Aspekte der Gebäudeautomation werden durch eine Vernetzung von Haustechnik (Energiezähler, Alarmanlagen, Heizungs- und Lichtsteuerung), Elektrohaushaltsgeräten und Multimediageräten (Fernseher, Videorekorder) mit Hilfe von Kabel oder direkter Funkverbindung ermöglicht.

Verbandsdirektor Dr. Joachim Wege:
„Unsere Mitgliedsunternehmen sind innovativ. Sie denken bereits heute über die Wohntechniken von morgen nach. Sie bieten ihren Mietern nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern intelligente Dienstleistungen rund ums Wohnen. Der Mieter fragt nicht nur vier Wände nach. Seinem Alter, Einkommen und Bildungstand entsprechend möchte er in seiner Wohnung so viel Komfort wie möglich. Elektronische Helfer heizen die Räume nach Bedarf und beleuchten seine Wohnung auch bei Abwesenheit und täuschen Anwesenheit vor. Waschmaschine und Gechirrspüler laufen, wenn der Strom billig ist. Beim Sturz unter der Dusche besorgt der Hausnotruf innerhalb kürzester Zeit externe Hilfe. Das ‚intelligente Haus‘ wird künftig ein wichtiges Vermarktungsargument sein. Unsere Unternehmen werden ihren Kunden die entsprechenden Produkte anbieten.“

Das vernetzte Haus soll in Zukunft mehr Komfort im Alltag bieten, die Sicherheit erhöhen und älteren Menschen die Selbstständigkeit in den eigenen vier Wänden ermöglichen. 56 Prozent der befragten Unternehmen setzen bereits „Triple Play“ (Zusammenspiel von Breitbandkabel, Telefon und Internet) ein. 40 Prozent bieten Hausnotrufsysteme, 35 Prozent elektronische Kontakte zu Pflegediensten. 33 Prozent der Unternehmen lesen Verbrauchsdaten wie beispielsweise Heizung, Strom etc. fern ab. 14 Prozent setzen eine differenzierte Heizungssteuerung ein.

Als Zielgruppen für Projekte des Vernetzten Wohnens werden vor allem Haushalte mit mittleren und höheren Einkommen gesehen, insbesondere bei Energiemanagement, Kommunikation und Gebäudeautomation. Für die Anwendungsbereiche Sicherheit und Gesundheit sind dagegen vor allem ältere Menschen die Zielgruppe.

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. (VNW) vertritt 315 Wohnungsgenossen-schaften und -gesellschaften (Hamburg 87, Mecklenburg-Vorpommern 155, Schleswig-Holstein 73). In ihren 717.000 Wohnungen (Hamburg: 278.000, Mecklenburg-Vorpommern: 285.000, Schleswig-Holstein: 154.000) leben rund 1,5 Millionen Menschen.


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