Skip to main content

Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Agrar- und Ernährungswirtschaft ist wichtige Wachstumsbranche

„Mecklenburg-Vorpommern hat sich zu einem modernen, leistungsorientierten und dynamischen Wirtschaftsstandort entwickelt.

Wir hatten 2007 ein Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent. Und beim Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lagen wir mit 16,5 Prozent deutlich über dem deutschen Durchschnitt. Die Ernährungswirtschaft hat ganz wesentlich zu diesem Wachstum beigetragen. Sie ist inzwischen der größte Industriezweig unseres Landes. Über ein Drittel des Umsatzes des Verarbeitenden Gewerbes geht auf sie zurück. Mehr als 13.500 Menschen waren in der Branche im vergangenen Jahr tätig. Die Ernährungswirtschaft trug 2007 gut 30 Prozent zum Export bei. Ziel der Landesregierung ist es, dass die Branche noch stärker wächst. Deshalb unterstützten wir seit Jahren die Erweiterung der bestehenden und die Ansiedlung neuer Unternehmen“, sagte Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff heute in Dierhagen auf dem 9. Branchentag der Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Die Erfolge der Wachstumsbranchen Agrar- und Ernährungswirtschaft, Tourismus und Gesundheitswirtschaft hätten wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Wirtschaftsstruktur des Landes fortlaufend verbessert und deutlich robuster geworden sei. Diese positive Entwicklung müsse verstetigt werden. Als wirtschaftspolitische Schwerpunkte nannte Ringstorff in seiner Rede:
1. Die Verzahnung von Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik zur Stärkung des ersten Arbeitsmarktes,
2. die Stärkung des Mittelstandes und seiner Innovationskraft,
3. der Ausbau der Wachstumsbranchen,
4. die Förderung von Bildung und Qualifizierung und
5. der weitere Ausbau der Infrastruktur.

Dies alles diene dem übergeordneten Ziel, die Wirtschaft zu stärken, Wachstum zu fördern und so die Grundlage für neue Arbeitsplätze zu schaffen. „Nur so wird es uns gelingen, für Mecklenburg-Vorpommern eine Zukunft aus eigener Kraft zu schaffen. Das ist unser generelles Ziel. Und dazu ist eine solide Haushaltspolitik eine grundlegende Voraussetzung.“

Weiter führte Ministerpräsident Ringstorff in seiner Rede aus, dass vor allem innovative Vorhaben mit besonderen Marktchancen unterstützt werden. Priorität hätten Vorhaben, die zur Entwicklung und zum Ausbau wirtschaftlicher Kerne und Kompetenzzentren des Landes beitragen. Für die Zukunftsfähigkeit Mecklenburg-Vorpommerns sei es entscheidend, dass es gelingt, Wirtschaft und Forschung, gute Ideen und praktische Anwendung noch enger zu verknüpfen.

„Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu stärken, sind innovative Ideen für neue Produkte und Dienstleistungen sowie deren Umsetzung gefragt. Das erforderliche Know-how ist vorhanden. Orte wie Dummerstorf, Riems und Groß Lüsewitz haben in der Agrarforschung einen guten Namen. In solchen innovativen Projekten stecken viele Chancen für die Landwirtschaft der Zukunft.“

Der Ministerpräsident informierte die Konferenzteilnehmer darüber, dass die ländlichen Räume in Mecklenburg-Vorpommern in den Jahren 2007 bis 2013 mit rund 1,55 Milliarden Euro gefördert werden. Neben den Unternehmen der Ernährungswirtschaft sorgten auch die Agrarbetriebe für Wirtschaftswachstum und Arbeits- und Ausbildungsplätze.

„Unsere Landwirtschaft zählt bei der Produktivität zur Spitze in Deutschland. Und auch im europäischen Vergleich sind unsere Landwirtschaftsbetriebe wettbewerbsfähig. Fast 22.000 Menschen stehen auf den Höfen in Lohn und Brot. Ich kann junge Menschen nur ermuntern, die Chancen der Wachstumsbrache Agrar- und Ernährungswirtschaft zu nutzen. Für die Landesregierung zählt die Branche zu den Bereichen, von denen wir uns in Zukunft noch mehr Wachstum versprechen. Damit Mecklenburg-Vorpommern weiter voran kommt!“, so der Ministerpräsident zum Abschluss seiner Rede.


Ähnliche Beiträge