Aktuelle Programmbroschüre ist erschienen

KMD Prof. Jochen A. Modeß vor Bach-Büste, Foto: Rainer Neumann

Diese Bachwoche (4.Juni 2018-10.Juni 2018) wird die fünfundzwanzigste und zugleich die letzte unter Leitung von KMD Prof. Jochen A. Modeß sein. Als Thema seiner ersten im Jahr 1994 hatte er „Bach und Mendelssohn“ gewählt. „MeMo“ steht so einerseits für die Rückbesinnung auf das von ihm geprägte  Vierteljahrhundert der Greifswalder Bachwoche und andererseits für Mendelssohn sowie, ganz klein, Modeß – auch als Komponist.

Das Zentrum bilden Werke mit Bearbeitungsbeziehungen: Bachs Matthäus-Passion BWV 244 in der Fassung, in der sie Mendelssohn nach langer Vergessenheit wieder bekanntmachte (8.6., 20 Uhr Dom St. Nikolai), Bachs Messe g-Moll, die Jochen A. Modeß im „Parodieverfahren“ aus der Missa g-moll BWV 235, dem Sanctus D-Dur BWV 238 und aus anderen Vokalwerken Bachs zu einer „Missa tota“ erweitert hat (6.6., 20 Uhr Dom St. Nikolai), sowie als Uraufführung (!) Mendelssohns Oratorium: „Christus: Erde, Hölle, Himmel“, das der Bachwochenleiter im gleichen Parodieverfahren aus dem Oratorienfragment „Erde, Hölle und Himmel“ (MWV A 26, meist „Christus“ genannt) und weiteren Kompositionen Mendelssohns zusammengestellt hat (10.5., 20 Uhr, Dom St. Nikolai).

Weitere große Konzerte erwarten die Besucher mit der Wiederaufführung der Caspar-David-Friedrich-Nacht, einer Modeß-Komposition zu 24 Bildern des größten Sohns der Stadt Greifswald in vielfältiger Besetzung: Soloinstrumente, Kammermusikensembles, Chöre, Orchester (4.6., 20 Uhr, Dom St. Nikolai), einem Bach – Mozart – Mendelssohn- Oratorienkonzert, u.a. mit Bachs Himmelfahrts-Oratorium (5.6., 20 Uhr, Dom St. Nikolai), einem Sinfonie-Konzert, u.a. mit Bachs Violinkonzert E-Dur sowie der Italienischen Sinfonie von Mendelssohn (8.6., 16 Uhr, St. Jacobi) sowie einem Motetten-Konzert mit Werken Bachs und Mendelssohns (9.6., 20 Uhr, St. Marien).

Ebenso reichhaltig ist wieder das Kammermusikprogramm. Dessen traditioneller Höhepunkt ist die Große Kammermusik des Kammerorchesters der Komischen Oper Berlin (7.6., 20 Uhr, St. Jacobi), u.a. mit Bachs Doppelkonzert für Oboe, Violine und Orchester BWV 1060.

Der Bogen spannt sich weiter vom Clavichordkonzert, dem gewohnt „leisen“ Bachwochen-Auftakt (4.6., 16 Uhr, Aula der Universität), über die beiden Konzerte der Dorfkirchen-Konzertreise (5.6., Abfahrt 11.15 Uhr, ZOB Bahnhofstr. 36), einem Solo-Violin-Konzert in der Kapelle Jarmshagen sowie der Aufführung von Telemanns „Canarienvogel-Cantate“ (passenderweise im Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit auf der Insel Riems!), über einen Liederabend mit Werken von Bach und Mendelssohn (7.6., 16 Uhr, Aula der Universität) bis hin zu einem weiteren Jubiläumskonzert: Der Gambist Siegfried Pank, der Bachwoche seit 50 Jahren (!) als Mitwirkender verbunden, wird mit Zita Mikijanska (Cembalo) Sonaten Bachs für Viola da Gamba und Cembalo aufführen, die er schon mit Annelise Pflugbeil am Cembalo im Jahr 1968, bei seiner ersten Bachwoche, gespielt hat (10.6., 18 Uhr, Kirche Wieck).

Die Orgelmusiken dieser Bachwoche stehen ganz im Zeichen Mendelssohns. So bietet die traditionelle all-mitternächtliche Meditative Orgelmusik zum Tagesausklang über die ganze Bachwoche hinweg Mendelssohns Orgelsonaten (4. – 9.6., 24 Uhr, Dom St. Nikolai), dazu gibt es ein Orgelkonzert, das Mendelssohn so am 6. August 1840 mit Bach-Werken und eigenen Improvisationen in der Leipziger Thomaskirche spielte, damals als Benefizkonzert für das Leipziger Bach-Denkmal (6.6., 16 Uhr, St. Marien).

Aufführungen geistlicher Musik im gottesdienstlichen Rahmen sind das Herzstück der Greifswalder Bachwoche, vor allem in den täglichen „Geistlichen Morgenmusiken“ und im Festgottesdienst, bei denen neben Predigt, Gemeindegesang und Gebet jeweils die Aufführung einer Bach-Kantate im Mittelpunkt steht (täglich 10 Uhr, 4.- 8.6. und 10.6. Dom St. Nikolai, 9.6. St. Marien). Sängerinnen und Sänger mit etwas Chor-Erfahrung sind im Rahmen kostenloser Mitsingprojekte wieder herzlich willkommen!

Viele Bachwochengäste haben so schon gemeinsam mit den Musikern der Komischen Oper Berlin und Gesangssolisten von internationalem Rang Bachs Kantaten aufgeführt. Am Anfang der Bachwoche steht der Open-Air-Eröffnungsgottesdienst mit kräftigem Posaunenschall auf dem historischen Greifswalder Markplatz (4.6., 18 Uhr). Einen besinnlichen Bachwochen-Mittelpunkt bietet das Nachtgebet mit Abendmahlsfeier und Chormusik (7.6., 22 Uhr, Dom St. Nikolai).

Die Bachwoche ist auch bekannt für musikalische Angebote ganz anderer Stilarten, so mit dem Blechbläser- und Schlagwerk-Ensemble BRASSCUSSION (5.6., 22 Uhr, St. Jacobi), Jazz im Geiste Bachs: „Chattin’ with Bach“ (8.6., 22.30 Uhr, St. Jacobi), mit musikalischem Humor bei „The Best of P. D. Q. Bach“ (6.6., 22 Uhr, Lutherhof) und mit den beliebten Kinderkonzerten. Bei diesen gibt es diesmal ein imaginäres musikalisches Zusammentreffen des jungen Sebastian mit dem jungen Felix (7.6., 11.30 Uhr und 15 Uhr, Dom St. Nikolai).

Rund 10.000 Besucher werden zu den insgesamt 43 Veranstaltungen der 72. Greifswalder Bachwoche erwartet, darunter zu 19 kartenpflichtigen Konzerten. Das heißt: Mehr als die Hälfte aller Bachwochen-Veranstaltungen (Eröffnungsgottesdienst, Geistliche Morgenmusiken, Musikalisches Nachtgebet, Festgottesdienst, gregorianisches Morgengebet, Vorträge, Mitsingprojekte, Mitternachtsmusiken, Familiensingen) sind trotz hohen künstlerischen, wissenschaftlichen oder organisatorischen Aufwandes kostenlos für jedermann!

Die umfangreiche kostenlose Programmbroschüre mit Informationen zu sämtlichen Veranstaltungen zur 72. Greifswalder Bachwoche und Bestellformular für Kartenwünsche ist in den Kirchen, in der Greifswald-Information und an vielen Stellen der Stadt kostenlos erhältlich und wird auf Anfrage gern zugeschickt. Das Bachwochenprogramm mit Kartenbestellformular gibt es auch auf greifswalder-bachwoche.de .

Pressemitteilung / Greifswalder Bachwoche, Geschäftsstelle, Bahnhofstr. 48/49, 17489 Greifswald, Tel.: (03834) 4203521; Fax: (03834) 594228; aeheike@greifswalder-bachwoche.de