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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

2011 ist das Jahr des Waldes

Großer Aktionstag am 19. März im Müritzeum

Die UNO hat das Jahr 2011 zum Internationalen Jahr der Wälder erklärt. Auch im Müritzeum wird es verschiedene Veranstaltungen zu diesem Thema geben. Die Reihe startet am Sonnabend, dem 19.03.2011, mit einem großen Aktionstag.

Kinderaktionstag „Träume eines Waldes“

Alles wird sich um die „Träume eines Waldes“ drehen. Die Landesforst Mecklenburg-Vorpommern und das Nationalparkamt Müritz werden an verschiedenen Infoständen Kindern aber auch Erwachsenen viel Interessantes über den Wald erzählen und spannende Spiele gibt’s natürlich auch. Im Foyer des Müritzeums wird ein Traumbaum entstehen, an dessen Ästen die Wünsche und Träume unserer Wälder mit Hilfe vieler Kinderhände wachsen sollen. Im Vorfeld schreiben Kinder des Hortzentrums Waren West Waldgedichte und Geschichten. Auch diese werden an diesem Tag gezeigt, gelesen, vielleicht auch gespielt. Einige Kinder der Archeschule bauen fantasievolle Objekte aus unterschiedlichen Hölzern und vielen anderen
Materialien.

Die Regentrude – Ein musikalisches Märchen für Wasser, Stimme und zwei Geigen

Am Nachmittag sind alle Kinder ab 5 Jahre zur „Regentrude“ eingeladen. Um 15.00 Uhr wird Cathrin Alisch Theodor Storms Geschichte als musikalisches Märchen auf die Bühne bringen.

Das Land erstarrt in Trockenheit und ist völlig stumm. Dürre herrscht. Kein Blatt bewegt sich, kein einziger Vogel singt, und nicht das kleinste Bächlein hat etwas zu murmeln. Es gibt keinen Tropfen Wasser mehr, keine Wolke am Himmel und kein einziges lächelndes Gesicht. Der Feuerteufel hat ein leichtes Spiel und versengt mit züngelnden Fingern frohlockend das letzte Grün. Niemand hält ihn auf, weil die Regentrude eingeschlafen ist – die Wasserfee, die vom Regenbogen, Sonnenlicht und Liedern lebt und es liebt, zu singen und zu tanzen. Wer weiß den alten Zauberspruch, der sie nun im Traum erreicht? Und wird sie wach – wie bringt man sie mit Gedichten, Geschichten und anderen lustigen Sachen zum Lachen und damit das Leben in’s Land zurück?

Die Mythen der Bäume – Erzähltheater und Musik

Für die Erwachsenen wird es dann am Abend noch einmal besonders interessant. Das literarisch-musikalische Programm „Die Mythen der Bäume“ wird um 19.00 Uhr sicher der krönende Abschluss eines ereignisreichen Tages.

Bäume sind über Jahrhunderte Zeugen der Zeit und Begleiter im Zyklus des Jahreskreislaufes. Sie sind den Menschen Spiegel, Grenze, Projektionsfläche zwischen Kultur und Natur und Weggefährten in Phasen der Wandlung. Bäume sind absonderliche Pflanzen und fassbare Formen mythologischer Verwobenheit von Wahrnehmung und Phantasie. Wo begegnen sich nackte Realität, Magie und Poesie? Wie verbindet sich die Volkserotik mit der Pflanzenwelt? Was eigentlich meint der Maibaum, was der Weihnachtsbaum und was die mystische Leiter der sibirischen Schamanen? Warum zogen einst die Frauen und Mädchen im slawischen Baumkult zu Pfingsten in die Birkenwälder?

Es gibt wunderschöne Sagen, Märchen und uralte Balladen über die Verwandlung von Liebenden zu Bäumen, verworrenes Wissen über Zauberkräuter und die fast vergessene Sprache der Blumen. Das Programm ist eine Einladung zu einer Wanderung auf gefallenen Blättern und unter fortwährendem Knospen – mittels Text und schönen Tönen durch die Rindenringe ins Innere der Zeit.
(Programm ab 14 Jahren, Spieldauer ca 75 min)

Cathrin Alisch ist Erzählerin, klassisch ausgebildete Musikerin (Geige, Gesang, Komposition) und spielt in verschiedenen Projekten im In- und Ausland zwischen Tanz, Theater und Weltmusik. Sie studierte zudem in Hamburg Musikethnologie und Narrativik und promovierte über slawische Kultursemiotik. Vor allem aber liebt sie von Kind an Märchen, verfügt inzwischen über ein enormes interkulturelles Repertoire und trägt traditionelle Stoffe zusammen mit zeitgenössischer Musik in unnachahmlicher Weise heiter, sinnlich und besinnlich vor – eine situative Einladung zum Staunen, Schmunzeln und Träumen.


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