In den Monaten Januar bis Juni 2008 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 93 700 Tonnen Fleisch gewerblich erzeugt, 2 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Wesentlich gestiegen ist die Erzeugung von Schweinefleisch um 20 Prozent auf 22 100 Tonnen aus 227 600 gewerblichen Schlachtungen. Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, lag die Erzeugung von Rindfleisch mit gleichfalls 22 100 Tonnen aus 73 900 gewerblichen Schlachtungen auf dem Niveau des Vorjahres.

Bei Geflügelfleisch ist nach zwei Jahren weitgehender Stabilisierung in der Erzeugung erstmals ein Rückgang um 5 Prozent auf 48 900 Tonnen zu verzeichnen.

Aus gewerblichen Schlachtungen (ohne Geflügel) wurden im 1. Halbjahr 2008 insgesamt 44 800 Tonnen Fleisch erzeugt. Damit stieg die Schlachtmenge gegenüber dem 1. Halbjahr 2007 um 9 Prozent. Sie setzt sich aus 22 100 Tonnen Rindfleisch (wie im Vorjahr) und gleichfalls 22 100 Tonnen Schweinefleisch (+ 20 Prozent zum Vorjahr) zusammen. Weitere 400 Tonnen entfallen auf Kalbfleisch und 200 Tonnen auf Schaf-, Ziegen- sowie Pferdefleisch.

Die gewerbsmäßige Erzeugung von Geflügelfleisch, in Mecklenburg-Vorpommern fast ausschließlich Masthähnchen und Puten, war zwischen 1991 und 2005 von teils beträchtlichen jährlichen Steigerungsraten gekennzeichnet (1991: 16 200 Tonnen; 2005: 103 400 Tonnen). Diese Entwicklung setzte sich 2006 nicht fort. Der Rückgang im 1. Halbjahr 2008 gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres fiel mit 5 Prozent deutlich aus.

Ein Fünftel mehr Schweinefleisch, 5 Prozent weniger Geflügelfleisch und die gleiche Menge Rindfleisch im Vergleich zum Vorjahr beeinflussten die Struktur der Fleischerzeugung: Der Anteil des Geflügelfleischs ging von fast 56 Prozent auf 52,2 Prozent zurück (zum Vergleich Deutschland 2007: 15,3 Prozent), Schweinefleisch stieg von 20,0 auf 23,6 Prozent (Deutschland: 68,3 Prozent). Der Anteil des Rindfleischs liegt gleichfalls bei 23,6 Prozent (Deutschland: 15,5 Prozent), des Kalbfleischs bei 0,4 Prozent (Deutschland: 0,5 Prozent) und des Schaf-, Ziegen- sowie Pferdefleischs bei 0,2 Prozent (Deutschland: 0,4 Prozent).