Skip to main content

Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

10 Jahre für bürgerschaftliches Engagement in Hamburg und M-V

Am 4. November feiert die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) ihr 10-jähriges Bestehen mit einem Festakt im Schweriner Schloss.

Geladen sind mehr als 200 Gäste aus Politik, Gesellschaft und Medien.  Der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern Erwin Sellering sowie der Hamburger Staatsrat Christian Maaß, für den Hamburger Senat  werden ein Grußwort an die Gäste der Veranstaltung richten.  Erstmals verleiht die Stiftung Preise für herausragende Projekte gemeinnütziger Vereine aus Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern, an deren erfolgreicher Umsetzung die NUE durch eine finanzielle Förderung beteiligt war.

„Die Versöhnung von Ökologie, Sozialem und Ökonomie, so dass künftige Generationen noch gleiche Lebenschancen haben, wie wir heute.“ Auf diese Weise fasst Vorstandsvor-sitzender Bernhard Riggers das Anliegen der Stiftung  zusammen. Im Sinne der Nachhaltigkeit unterstützt die NUE Vorhaben aus den Bereichen  Natur- und Umweltschutz sowie der Entwicklungszusammenarbeit. Ein wichtiger Bestandteil ist die Bildungsarbeit in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Im Vordergrund steht , das ehrenamtliche Engagement der Bürger aus den beiden Bundesländern zu fördern. Die von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung vergebenen Mittel stammen aus Spenden und den Zweckerträgen der Lotterie BINGO! Die Umweltlotterie. Jedes BINGO!-Los trägt also dazu bei, ein gemeinnütziges Vorhaben umzusetzen.

Mehr als 2.000 Projekte waren es in den letzten 10 Jahren mit einer Gesamtförderung von über 17 Mio. Euro. Dazu zählt die naturnahe Umgestaltung der Kindertagesstätte „Nebelstrolche“ in Kuchelmiß genauso wie die Unterstützung des Ozeaneums in Stralsund, der entwicklungspolitischen Tage in Greifswald oder einer Schulpartnerschaft zwischen Rostock und Quetzaltenango in Guatemala. In Hamburg haben Vereine mithilfe der NUE die Norddeutschen Apfeltage, das Eigenarten-Festival oder Gewässernachbarschaftstage ausgerichtet, ein Entwicklungspolitisches Schulcafé Agenda 21 unterstützt  und einen interkulturellen Garten in Wilhelmsburg angelegt. Im Ausland konnten zum Beispiel Brunnen in Togo und Tansania, Solaranlagen in Nicaragua und Kambodscha oder die Einrichtung von Gesundheitszentren in Peru realisiert werden.

Erstmals vergibt die Stiftung im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung insgesamt vier Förderpreise für besonders erfolgreiche Projekte und deren Initiatoren. Einen Umweltpreis erhält das Pestizid-Aktions-Netzwerk aus Hamburg für die Erstellung und Verbreitung der „Lernkiste Bio-Baumwolle“, welche Menschen jeder Altersgruppe über die Bedingungen des Anbaus und der Verarbeitung dieses wichtigen Rohstoffes informiert. Das Pendant für Mecklenburg-Vorpommern erhält die Gesellschaft zur Förderung der Europäischen Kooperative e.V. , die seit 1995 den Bio-Hof Ulenkrug in Dargun betreibt und dort regelmäßig Seminare in den Bereichen Ökologischer Landbau, Erneuerbare Energien und Nachhaltiges Bauen durchführt. Die Eine-Welt-Preise erhalten die Gruppe PAREA des Ökohauses in Rostock, insbesondere für ein Kulturprojekt mit der indigenen Bevölkerung in El Salvador sowie der Förderverein des Erich-Kästner-Gymnasiums in Hamburg für sein Engagement zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Nicaragua. Neben konkreten Maßnahmen zur Trinkwasser- und Stromversorgung in ländlichen Gebieten ermöglicht der Verein den Schülern des Gymnasiums auch den interkulturellen Austausch mit der Bevölkerung vor Ort.

Janin Strauß


Ähnliche Beiträge